230 Migranten haben mit einem Schlauchboot den Ärmelkanal überquert und am frühen Montagmorgen Grossbritannien erreicht. Mehr als zwanzig Kinder befanden sich an Bord des rund fünfzehn Meter langen und überladenen Bootes. Es handelt sich um die grösste registrierte Ärmelkanal-Überfahrt mit einem einzelnen Schlauchboot.
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Das Boot war am Sonntagnachmittag vor der französischen Küste bei Berck aufgebrochen. Die französische Seenotrettung SNSM sprach von einem «traurigen neuen Rekord». Die Koordination der Rettungskräfte habe eine Tragödie verhindert.
Nach einer Modellrechnung des britischen Innenministeriums könnten die 230 Migranten den britischen Staat während rund vier Jahren insgesamt umgerechnet fast 28 Millionen Franken kosten. Grundlage sind durchschnittliche Unterbringungs- und Unterstützungskosten von etwa 85 Pfund oder 93 Franken pro Person und Nacht.
Der britische Politiker Nigel Farage bezeichnete die Situation als «nationale Sicherheitsnotlage». Premierminister Andy Burnham verwies dagegen darauf, dass die Zahl der Überfahrten 2026 bislang 42 Prozent unter dem Vorjahreswert liege.
Zuletzt nahmen die Überfahrten wieder zu. Am 29. Juli erreichten 752 Migranten Grossbritannien mit Booten. Das war der bisherige Tageshöchstwert des laufenden Jahres.