Die Stimmberechtigten haben die sogenannte Nachhaltigkeitsinitiative vor allem wegen Bedenken zu den wirtschaftlichen und aussenpolitischen Folgen abgelehnt. Dies geht aus einer Vox-Analyse der Abstimmungen vom 14. Juni hervor.
Zwar nahm auch eine Mehrheit der Gegner der Vorlage das Bevölkerungswachstum als Belastung für die Infrastruktur wahr. Ausschlaggebend für das Nein waren laut der Analyse jedoch Zweifel an der vorgeschlagenen Obergrenze von zehn Millionen Einwohnern sowie deren möglichen Auswirkungen auf Wirtschaft und Aussenpolitik. Die Vorlage wurde mit einem Ja-Anteil von 45,2 Prozent verworfen und scheiterte zudem am Ständemehr.
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Die Auswertung zeigt zudem ein stark polarisiertes Stimmverhalten. Unterstützer der SVP stimmten der Initiative zu 95 Prozent zu. Auch Personen ohne Parteibindung nahmen sie mit 51 Prozent knapp mehrheitlich an.
Beim Zivildienstgesetz, das mit 52,5 Prozent Ja-Stimmen angenommen wurde, war laut der Analyse die Sicherung der personellen Stärke der Armee das wichtigste Motiv. Unterstützung erhielt die Vorlage vor allem von Wählern der SVP, FDP und Mitte. Jüngere Stimmberechtigte lehnten die Gesetzesänderung häufiger ab als ältere.