Jakob Tanner, laut Tages-Anzeiger «einer der angesehensten Schweizer Historiker», fantasiert öffentlich von «einer gewissen Plausibilität», dass sich der Nazimörder Josef Mengele 1961 in der Schweiz aufgehalten habe. Es gebe vor Öffnung aller Akten keinen Grund, diese Hypothese «vorzeitig abzuschreiben». Tanner ergötzt sich geradezu an der Vorstellung, dass sich Mengele damals «unbehelligt» in der Schweiz aufhalten konnte: «Der Bundesrat wollte das internationale Aufsehen, das die Verhaftung des KZ-Arztes provoziert hätte, unbedingt vermeiden.» Dass die Akten heute immer noch unter Verschluss sind, sei ein «grosser Reputationsverlust für die Schweiz».
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