In der Debatte um Mindestlöhne ist eine hitzige öffentliche Auseinandersetzung über Weichmacher in der Wirtschaftsordnung zu erwarten. Oder anders gesagt: über die Sozialdemokratisierung der Arbeitsmärkte.
Denn Mindestlöhne sind Fremdkörper für liberale Arbeitsmärkte. Ihre Befürworter argumentieren, mit Mindestgrenzen würden Bezüger niedriger Einkommen bessergestellt, was Vorteile bringe auch fürs ganze Sozialsystem.
Gegner kritisieren, Mindestlöhne über dem Marktniveau würden Jobs mit niedrigen Ansprüchen und geringer Rendite eliminieren, oft in kleinen Firmen, und damit die Arbeitslosigkeit erhöhen. Und extra niedrig angesetzte Mindestlöhne? Sind unwirk ...