Berlin
Friedrich Merz sitzt erst seit einem Jahr an dem Ort seiner Sehnsucht – dem Kanzleramt. Jetzt absolviert er trotzdem schon seine Abschiedstournee – auch wenn ihm das möglicherweise als Letztem auffällt. Denn seine Interviews und Bürgergespräche, denen er sich nun, am Tiefpunkt seiner Popularität, in Serie stellt, zeigen einen unsicheren, nervösen, auch vom Lauf der Dinge überraschten und beleidigten Bundeskanzler. Aber keinen, dem man noch drei Regierungsjahre zutraut. Und eigentlich auch nicht zumuten möchte, weder ihm noch dem Land. Für gekrönte Häupter gilt bekanntlich: «Never explain, never complain».
...