Die verzweifelte Protagonistin bindet sich vor dem Spiegel in ihrer Wiener Wohnung ein Kopftuch um. Sie kann ihren eigenen Anblick kaum ertragen. Aber es bleibt ihr keine Wahl, als die Demütigung zu erdulden. Denn nur so darf sie in ihre Heimat zurückkehren, nachdem sie im Exil verarmt war. Das ist eine Schlüsselepisode aus der autobiografischen Graphic Novel «Persepolis» der iranischen Künstlerin Marjane Satrapi. Die vierteilige Geschichte ihres Werdegangs unter dem Mullah-Regime und im Exil machte sie 2004 weltberühmt. Die Filmversion des Romans erhielt drei Jahre später den Preis der Jury in Cannes.
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