Es war nicht die beste Idee, dass unsere Reporter Roger Köppel und Kurt W. Zimmermann in Budapest in einem Hotel gleich neben der berühmten Kettenbrücke logierten. Bis morgens um fünf dröhnten an diesem Hotspot die Schreie und Freudengesänge derer, die am Sonntag die krachende Niederlage von Viktor Orbán lautstark feierten. An Schlaf war nicht zu denken. Köppel und Zimmermann, nach dem Morgenkaffee wieder einigermassen hergestellt, machten sich dann an die Analyse dieses politischen Bebens in Ungarn. Sie blicken auf die Ära Orbán zurück, diesen Vertreter eines letztlich unbedeutenden Kleinstaats, der zu einer Grösse der internationalen Politik wurde. Und sie analysieren, warum Orbáns Widersacher Péter Magyar die Wahl so klar gewonnen hat. Fazit: Orbán wurde mit den eigenen Waffen geschlagen. Ein jüngerer, unverbrauchter Populist schlug einen älteren, abgenutzten Populisten. Ausserdem lüftet Zimmermann im Bericht «Ich, Adam Zwerg» das Rätsel, wie er mit seiner mathematisch fundierten Prognose vor zwei Wochen («Ein Prosit auf Orbáns Sieg», Weltwoche Nr. 14/16) so kolossal daneben liegen konnte. Seiten 3, 12, 34
Der Mond ist wieder in Mode: Die Amerikaner wagten mit der Artemis-2-Mission einen neuen Anlauf in ihrem Bestreben nach weiteren Schritten auf ausserirdischem Gelände. Es war der erste bemannte Mondflug seit Apollo 17 im Jahr 1972. Ben Moore, ein Kenner der Materie, befasst sich in dieser Ausgabe mit der «Macht des Mondes». Der Professor für Astrophysik an der Universität Zürich beschreibt die geschwisterhafte Verwandtschaft der Erde mit dem prachtvollen weissen Riesen und wundert sich, weshalb wir noch nicht weiter zu ihm vorgedrungen sind. zur Story
Pascal Kaufmann zählt zu den prägendsten KI-Unternehmern der Schweiz – und plädiert für einen eigenständigen Weg im Zeitalter künstlicher Intelligenz. Im Interview mit der Weltwoche spricht der Neurowissenschaftler und Alpine-AI-Mitgründer über die Chance der Schweiz, sich als neutraler, technologisch führender und vertrauenswürdiger KI-Standort zu positionieren. Statt auf Big Data und Superintelligenz setzt er auf souveräne, spezialisierte Anwendungen für Verwaltung, Gesundheitswesen und Industrie. Kaufmann erklärt, warum KI vor allem Routinen verdrängen, Berufe aber eher verändern als vernichten wird, weshalb autonome Autos länger auf sich warten lassen, als viele glauben – und warum die Schweiz jetzt mutiger investieren muss, um nicht nur Wissen zu exportieren, sondern auch Wertschöpfung im eigenen Land zu sichern. zur Story
2024 lagen 65 Prozent der von Schweizerinnen und Schweizern gewählten Ferienziele jenseits der Landesgrenzen – 12 Prozent in Italien. Damit ist unser südlicher Nachbar bei uns gleich beliebt wie Deutschland. Passend dazu empfehlen wir im neuen WW Magazin zahlreiche Adressen, die vor Italianità strotzen. Diese befinden sich mal in Modena, mal in Madrid, mal in München – meistens aber bequemerweise in Chur («Italy 1901»), in St. Moritz («Chesa Veglia», «Da Vittorio»), am Zürichsee («Rico’s così!») oder in Schwamendingen (Pizzeria «La Fonte»). Kolumnist und Kochbuchautor Claudio Del Principe entführt uns in seine Heimat, die Abruzzen. Mark van Huisseling empfiehlt Mode von Roberto Collina aus Emilia-Romagna. Und Antonio Colaianni, Covermodell des WW Magazins, der in Wabern bei Bern aufgewachsen ist und den vielleicht besten Tomatensugo nördlich der Alpen zubereitet, gab unserem Autor David Schnapp das Rezept dazu mit auf den Weg.
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