Der Konflikt in Bergkarabach ist komplex und hängt zusammen mit den geopolitischen Interessen Russlands, der USA, Israels, des Iran und der Türkei. Im Schutz des zerklüfteten transkaukasischen Hochlandes ist es den Armeniern von Bergkarabach gelungen, ein hohes Mass an Selbstverwaltung und kultureller Autonomie zu bewahren, während die Armenier in Anatolien gewaltsam ausgerottet wurden, was im Völkermord an den Armeniern von 1915 bis 1918 gipfelte. Als die Sowjetunion zusammenbrach, kämpften die Karabach--Armenier um ihr Recht auf Selbstbestimmung. Dieses ist in der Schlussakte von Helsinki von 1975 und in den «Madrider Prinzipien» der OSZE verankert.
1991 haben sich die Karaba ...