Vor 350 Jahren, im August 1676, ist Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen gestorben. Sein «Abenteuerlicher Simplicissimus Teutsch», kurz «Simplicissimus», von 1668 ist ein Roman von weltliterarischem Rang. In den Feuilletons der deutschen Qualitätsmedien hat dieser Todestag eines der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Zunge jedoch keine erkennbare Resonanz gefunden. Man hat ihn vergessen oder auch vergessen wollen. So richtig in den Zeitgeist der Gegenwart will Grimmelshausens Roman nicht mehr passen. Denn der «Simplicissimus» handelt vom Krieg. Nicht vom Krieg der Politikerreden, der Fernsehbildschirme oder der Zeitungsspalten. Er handelt vom richtigen, dem Dreissigjäh ...