Als ich im Mai 1986 von einem Lauftraining zurückkehrte, hatte ich ein schlechtes Gefühl. Einige Tage zuvor waren die Radioaktivitätswerte in der Schweiz gestiegen, im Nachgang zu einer Atomkatastrophe in 1500 Kilometer Entfernung. Ich befürchtete darum, meine Gesundheit ruiniert zu haben.
Im vergangenen Frühling hat sich jenes Ereignis in der Ukraine zum 40. Mal gejährt. Ich möchte es nicht kleinreden: Die Sowjets hatten mit einem ungesicherten Reaktor verantwortungslose Experimente gefahren, bis dieser in die Luft flog. Grosse Mengen an strahlendem Material verteilten sich über die halbe Welt. Statt die ansässige Bevölkerung in Sicherheit zu bringen, versuchten die Vera ...