Jazz
Die doppelte Posaune
Nils Wogram Nostalgia (Arno Krijger, Dejan Terzic): The Walk. Nwog Records 066
Er gehört zweifellos zu den produktivsten, beweglichsten, vielseitigsten Musikern der gegenwärtigen Szene, ungeachtet der Gattung, der er zugeschrieben wird. (Einmal angenommen, «Jazz» im weitesten Sinn sei zurzeit die lebendigste Form von «Kammermusik» überhaupt.) Dabei beschäftigt sich Nils Wogram, 1972 geboren in Braunschweig, dort aufgewachsen, seit mehr als zwanzig Jahren in Zürich wohnhaft, als Dozent in Luzern – dabei ist Wograms Fach, einmal abgesehen von der Komposition, die Posaune, das Instrument, dessen Name schon auf seine archaische Wucht verweist, auf eine lateinische Wurzel aus «bos» und «canere», was so viel meint wie «singendes Rind». Wie ...

