Es konnte keine freundlichere und engagiertere Verlegerin geben als Antje Kunstmann. Ihr stets gutgelaunter, lachbereiter blonder Löckchenkopf war nicht wegzudenken aus der Frankfurter Buchmesse, weder an ihrem kleinen Stand noch auf den Partys und den unzähligen Umtrunken in den Gängen. Sie bildete ein Gravitationszentrum, dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Und das, obwohl mir manche der feministischen und linken Kampftitel ihres Verlags auf die Nerven gingen und ihr meine konservativen Hervorbringungen erst recht. Aber es waren Zeiten, in denen noch geredet und zusammen gefeiert wurde.
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