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Zypern will britische Militärbasen absichern: Nikosia fürchtet Alleingänge einer künftigen Farage-Regierung

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Zypern will britische Militärbasen absichern: Nikosia fürchtet Alleingänge einer künftigen Farage-Regierung
Zypern will britische Militärbasen absichern: Nikosia fürchtet Alleingänge einer künftigen Farage-Regierung
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Zypern will nach dem Ende des Iran-Kriegs Gespräche mit Grossbritannien über die Zukunft der britischen Militärbasen auf der Insel aufnehmen. Nach Informationen von Politico verlangt die Regierung in Nikosia Zusicherungen, dass künftige britische Regierungen die Stützpunkte nicht ohne Rücksprache für Militäroperationen im Nahen Osten nutzen können.

NEIL HALL / KEYSTONE
Nigel Farage, Vorsitzender von Reform UK, in London
NEIL HALL / KEYSTONE

Auslöser sind die jüngsten Spannungen rund um den Iran-Konflikt. Während die Regierung von Premierminister Keir Starmer den USA offensive Angriffe von den britischen Basen auf Zypern aus untersagte, erlaubte sie deren Nutzung für begrenzte Verteidigungsoperationen. In Nikosia wächst jedoch die Sorge, dass eine künftige Regierung unter Nigel Farage einen anderen Kurs einschlagen könnte. Reform UK liegt derzeit in mehreren Umfragen vorne.

Die Debatte gewann zusätzlich an Brisanz, nachdem im März eine iranische Drohne die britische Luftwaffenbasis Akrotiri getroffen hatte. Zypern kritisierte danach die mangelnde Information durch London und stellte die Frage neu, unter welchen Bedingungen Grossbritannien die Basen auf der Insel nutzen darf. Präsident Nikos Christodoulides sprach von einer notwendigen Diskussion über die Zukunft der verbliebenen britischen «Kolonialbasen».

London weist entsprechende Forderungen jedoch zurück. Britische Regierungsvertreter betonen, der Status der Basen sei völkerrechtlich eindeutig geregelt und nicht verhandelbar. Grossbritannien müsse seine Stützpunkte uneingeschränkt nutzen können. Gleichwohl räumen britische Beamte ein, dass Verbündete über die aussenpolitische Verlässlichkeit Londons besorgt sein könnten, sollte Farage eines Tages Premierminister werden.

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