Joachim Gauck verdankte seine Karriere im vereinigten Deutschland – Landpastor wird Bundespräsident – auch dem Umstand, dass er sich als DDR-Regimekritiker stilisierte. Ein Umstand, der von Dissidenten angezweifelt wurde.
Seit längerem bestärkt er selbst Zweifel an der Bürgerrechtler-Vita. Es begann in seiner Amtszeit, als er sein Heimatland in Hell- und Dunkeldeutschland einteilte. Nicht, was man von einer einigenden Figur als Bundespräsident erwartet.
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Seitdem ging es nur bergab, und in seinem jüngsten Interview hat Gauck einen neuen Tiefpunkt seines Politikverständnisses erreicht. Allen Ernstes empfahl er seiner CDU ein Bündnis mit der Linkspartei – um die AfD zu verhindern.
Die Linke, zur Erinnerung, ist Nachfolge-Organisation der DDR-Einheitspartei SED, der der junge Gauck so tapfer widerstand. Nun empfiehlt er ein Bündnis aller «demokratischen» Parteien von CSU bis Linke als Schutzwall gegen «rechts».
Da kommen wohl Kindheitserinnerungen hoch. Gleich nach Kriegsende gründeten Stalins Schergen in Deutschland den «antifaschistischen Block». Ihm gehörten KPD, SPD, CDU und die Liberalen an. Schulter an Schulter gegen rechts.
Sollte man noch mal Gaucks DDR-Vergangenheit unter die Lupe nehmen? Die Akten liegen vor – in der nach ihm benannten Gauck-Behörde.