Der Zürcher Grünen-Regierungsrat Martin Neukom lehnt drei angefertigte Porträts des Künstlers Hans Witschi ab. Dies berichtet der Blick. Der Kanton hatte für den Auftrag insgesamt 20.000 Franken budgetiert, davon 16.000 Franken für den Künstler und 4000 Franken für einen vermittelnden Galeristen.
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Neukom hatte Witschi mit einem offiziellen Ölporträt für die Ahnengalerie im Kunstraum Walcheturm beauftragt. Laut Blick wünschte sich der Politiker ein «rassig» gestaltetes Bild und «irgendwie mal was anderes». Witschi, der als «Künstler des Hässlichen» gilt, fertigte zunächst zwei Gemälde an.
Bei der ersten Präsentation im Atelier reagierten Neukom und seine Begleiter laut Witschi zurückhaltend. Schliesslich sei Kritik geäussert worden, unter anderem am Mund: «schrecklich». Zudem hiess es: «So kennen wir Martin nicht». Auch Kinn und Hals seien als zu dick kritisiert worden.
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— Benjamin Kobelt (@benjikobelt) April 19, 2026
Er hat sie für die Ahnengalerie abgelehnt. https://t.co/u39v4w197G pic.twitter.com/Zf2Wjua2Ue
Nach weiteren Abklärungen mit der kantonalen Fachstelle für Kultur wurde vereinbart, dass Neukom über die Abnahme entscheidet. In der Folge entstand ein drittes Bild. Dieses lehnte der Regierungsrat jedoch ebenfalls ab. In einer E-Mail schrieb er: «Ich kann mich auch mit der dritten Version nicht anfreunden. Wir vergüten dir selbstverständlich deine Aufwände.» Zudem habe er sich «entstellt» gefühlt.
Der Künstler zeigte sich laut Bericht unzufrieden mit der Wortwahl und fordert nun seine Entschädigung. Die Fachstelle für Kultur bestätigte, dass Witschi bezahlt werde. Die genaue Höhe der Vergütung sei jedoch noch offen.