Während die Bundeswehr aufrüstet, ist der Schutz der Zivilbevölkerung in Deutschland bislang kaum gewährleistet. Von einst rund 2000 öffentlichen Bunkern existieren noch 579 – mit Platz für lediglich 0,56 Prozent der Bevölkerung. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) will das ändern und kündigt gegenüber Bild ein nationales Schutzraumkonzept an. Neue Bunker seien nicht geplant, doch U-Bahn-Schächte, Tiefgaragen und Tunnel sollen zu Notunterkünften umfunktioniert werden. Auch das Sirenennetz wird wieder ausgebaut, denn digitale Warnsysteme könnten im Ernstfall versagen.
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Parallel wird der Etat des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf über 600 Millionen Euro verdreifacht. Das THW erhält 640 Millionen Euro – ein Plus von 60 Prozent. Die Mittel dienen dem Ausbau von Infrastruktur und Ausrüstung sowie der Ausbildung von Pflegehilfskräften. Zudem plant Dobrindt einen «Cyber Dome» für den Schutz kritischer Infrastruktur.
In Israel, wo Dobrindt am Samstag als erster deutscher Gast seit Kriegsausbruch eingetroffen ist, stehen Gespräche mit Premier Netanjahu und Sicherheitsministern auf dem Plan. «Deutschland braucht einen digitalen Schutzschild gegen Sabotage und Spionage», so Dobrindt.