US-Präsident Donald Trump bremst die Erwartungen an ein rasches Abkommen mit Iran. Einen Tag nachdem er erklärt hatte, ein Deal stehe kurz vor dem Abschluss, betonte Trump nun auf seiner Plattform Truth Social, seine Regierung werde die Verhandlungen nicht überstürzen. «Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv», schrieb Trump. Gleichzeitig habe er seine Unterhändler angewiesen, sich nicht zu beeilen, «weil die Zeit auf unserer Seite ist».
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Trump bekräftigte erneut, dass ein mögliches Abkommen dem Iran keinerlei nukleare Fähigkeiten erlauben dürfe. Zugleich kritisierte er das Atomabkommen der Obama-Regierung von 2015, das er bereits in seiner ersten Amtszeit aufgekündigt hatte. Trotz der laufenden Gespräche werde die amerikanische Seeblockade gegen den Iran bestehen bleiben, bis ein endgültiges Abkommen unterzeichnet sei.
Die Aussagen markieren eine Tonänderung nach den zuletzt optimistischen Signalen aus Washington. Erst am Samstag hatte Trump erklärt, die Verhandlungen mit dem Iran und mehreren Vermittlerstaaten im Nahen Osten befänden sich in der Schlussphase. Details nannte er kaum. Als zentralen Punkt erwähnte er jedoch die geplante Wiederöffnung der Strasse von Hormus, nachdem der Iran die strategisch wichtige Wasserstrasse zuvor blockiert hatte. Die Sperrung hatte weltweit erhebliche Störungen im Energiehandel und in der Schifffahrt ausgelöst.
Hintergrund der Gespräche ist die Eskalation zwischen Washington und Teheran seit den amerikanischen Luftangriffen vom Februar. Dabei wurde Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Die Trump-Regierung hatte danach zwar erklärt, keinen endlosen Krieg führen zu wollen, vermied aber konkrete Aussagen über Dauer und Ziele des Konflikts.