Die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, warnt vor den Folgen steigender Kerosinpreise für den Reiseverkehr. Dies berichtet die Augsburger Allgemeine. Schnitzer erklärte, bei knapper werdendem und teurerem Kerosin müssten Urlaubspläne angepasst werden.
«Wenn es nicht mehr genug Kerosin gebe, könne man nicht mehr so viel fliegen, dann müssten Urlaubspläne geändert werden», sagte sie. Zugleich betonte sie: «Aber man kann, auch ohne zu fliegen, einen schönen Urlaub machen.» Eine schuldenfinanzierte Subvention von Flugreisen lehnt sie ab. «Wir können nicht den Sommerurlaub durch Schulden auf Kosten unserer Kinder subventionieren.»
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Den bereits beschlossenen Tankrabatt bezeichnete Schnitzer als «grossen und sozial ungerechten Fehler». Vor allem wohlhabendere Haushalte mit hohem Verbrauch profitierten stärker von der Senkung der Mineralölsteuer. Staatliche Unterstützung solle stattdessen gezielt Bedürftigen zugutekommen.
Zudem verwies die Ökonomin auf die Signalwirkung hoher Preise. «Die Menschen sollten dieses Preissignal deshalb spüren und ihren Verbrauch einschränken», sagte sie. Als mögliche Massnahmen nannte sie ein Tempolimit oder autofreie Sonntage.
Mit Blick auf den Iran-Konflikt warnte Schnitzer vor wirtschaftlichen Folgen einer Blockade der Strasse von Hormus. Steigende Transportkosten und Engpässe bei Gütern wie Kunstdünger könnten die Inflation weiter antreiben. In der Folge könnten auch Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank notwendig werden.