Eine App zur Altersverifikation für Onlineplattformen sei laut EU-Kommission technisch einsatzbereit. Dies erklärte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
Die Anwendung soll es ermöglichen, das Alter von Nutzern etwa bei Diensten wie Tiktok oder Instagram zu überprüfen. «Es ist unsere Pflicht, unsere Kinder in der Onlinewelt zu beschützen, genau so wie wir es offline tun», sagte von der Leyen. Ein konkreter Starttermin für die EU-weite Nutzung wurde nicht genannt.
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Nach Angaben der Kommission übermittelt die App nur Informationen darüber, ob eine Person alt genug ist, ohne weitere persönliche Daten zu speichern. Von der Leyen betonte, die Anwendung sei «vollständig anonym» und basiere auf einem Open-Source-Modell.
Die Altersverifikation erfolgt demnach über Ausweisdokumente oder andere Nachweise. Dabei soll das sogenannte zero-knowledge proof-Verfahren eingesetzt werden, bei dem lediglich das Ergebnis der Altersprüfung weitergegeben wird.
Von der Leyen zog einen Vergleich zu den Corona-Zertifikaten und erklärte: «Und nun haben wir diesen Erfolg auf die App zur Altersüberprüfung übertragen. Sie folgt denselben Prinzipien, demselben Modell.» Bereits mehrere Länder, darunter Frankreich, Dänemark und Spanien, haben die Anwendung getestet.
Deutschland plant laut einem Bericht zunächst keinen Einsatz der App und prüft stattdessen eine Integration in die geplante digitale Identitätslösung EU Digital Identity Wallet.