Der frühere Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maassen, zeigt sich offen für ein Ministeramt in einer möglichen AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt. «Wenn es dem Land hilft, würde ich das machen», sagte Maassen der Wochenzeitung Die Zeit mit Blick auf das Amt des Innenministers.
CHRISTIAN CHARISIUS / KEYSTONE
Nach eigenen Angaben sprach Maassen bereits mehrfach mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund. Vertreter der AfD in Sachsen-Anhalt wollten die Personalie offiziell nicht kommentieren. Mehrere Politiker aus dem Landesverband bestätigten der Zeitung jedoch, dass Maassens Name intern diskutiert werde.
Maassen erklärte, eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD müsse professionell vorbereitet werden. «Wenn die AfD nicht liefert, ist das auch ein Schaden für die Bundespartei», sagte er. Gute Wahlkämpfer seien nicht automatisch gute Regierungsmitglieder. Deshalb brauche es erfahrene Personen, «damit das nicht zu einem Schiffbruch wird».
Der frühere Verfassungsschutzpräsident war bis 2018 im Amt. Anfang 2024 trat Maassen aus der CDU aus und gründete die Partei Werteunion. Der Verfassungsschutz führt Maassen inzwischen im Bereich Rechtsextremismus.