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Wegen wachsender Stromnachfrage durch künstliche Intelligenz: Brüssel plant stärkere Steuerung des Energieverbrauchs in Privathaushalten

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Wegen wachsender Stromnachfrage durch künstliche Intelligenz: Brüssel plant stärkere Steuerung des Energieverbrauchs in Privathaushalten
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Die EU-Kommission will den Einbau intelligenter Stromzähler in europäischen Haushalten beschleunigen, um den Stromverbrauch stärker zu steuern und die Netze auf den steigenden Energiebedarf durch künstliche Intelligenz, Rechenzentren und die Elektrifizierung der Wirtschaft vorzubereiten. Das berichtet Politico unter Berufung auf einen neuen Fahrplan der Kommission zur Digitalisierung des Energiesektors. Noch in diesem Jahr soll dazu ein Gesetzesvorschlag vorgelegt werden.

Mindaugas Kulbis/Keystone
Ursula von der Leyen
Mindaugas Kulbis/Keystone

Kern des Vorhabens sind KI-gestützte Smart Meter, die den Stromverbrauch der Haushalte in Echtzeit erfassen und eine Verlagerung des Verbrauchs in Zeiten geringerer Netzbelastung ermöglichen sollen. Nach Vorstellung der Kommission könnten Verbraucher dadurch günstigere Stromtarife nutzen und zugleich dazu beitragen, die Stromnetze zu entlasten. Faktisch setzt Brüssel damit verstärkt auf eine flexiblere Anpassung des Verbrauchsverhaltens der Bürger an die Anforderungen des Energiesystems.

Hintergrund sind wachsende Sorgen über die künftige Stromversorgung Europas. Nach Angaben der Kommission entfallen bereits heute rund 2,5 Prozent des Stromverbrauchs in der EU auf Rechenzentren. Dieser Anteil dürfte sich innerhalb der nächsten vier Jahre mehr als verdoppeln. Zusätzlich steigt die Nachfrage durch Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen, Wasserstoffanlagen und weitere energieintensive Technologien.

Energiekommissar Dan Jørgensen bezeichnete intelligente Stromzähler als Instrument dafür, bestehende Netze effizienter zu nutzen und Kosten zu senken. Die Kommission argumentiert, dadurch lasse sich der Ausbau erneuerbarer Energien besser mit dem steigenden Strombedarf vereinbaren. Kritiker dürften hingegen darauf verweisen, dass die geplante Steuerung des Verbrauchs vor allem die privaten Haushalte stärker in die Pflicht nimmt, während die Nachfrage durch staatlich geförderte Elektrifizierung und den Ausbau energieintensiver KI-Infrastrukturen weiter wächst.

Der Fahrplan umfasst insgesamt sieben Massnahmen. Geplant sind unter anderem neue Regeln für den Austausch von Energiedaten, eine engere Zusammenarbeit zwischen Rechenzentren und Energieversorgern sowie Fördermittel in Höhe von 75 Millionen Euro für energieeffiziente KI-Anwendungen. Damit setzt Brüssel verstärkt auf digitale Technologien, um die wachsenden Belastungen des europäischen Stromsystems zu bewältigen.

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