Die gestiegenen Kraftstoffpreise könnten dem deutschen Staat im März Mehreinnahmen von bis zu 490 Millionen Euro beschert haben. Dies zeigt ein Gutachten des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), wie die Bild-Zeitung berichtet. Grundlage sind höhere Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, die auf Treibstoffe erhoben wird.
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Laut Berechnungen des RWI-Ökonomen Manuel Frondel stieg der Dieselpreis im März von 1,73 Euro auf 2,29 Euro pro Liter, was einer Zunahme von 32,4 Prozent entspricht. Die Mehrwertsteuer je Liter erhöhte sich damit von 27,6 auf 36,6 Cent. Bei einem täglichen Verbrauch von rund 100 Millionen Litern ergibt sich laut Bericht ein zusätzliches Steueraufkommen von mehr als zwölf Millionen Euro pro Tag beziehungsweise über 360 Millionen Euro im Monat. Für Benzin werden Mehreinnahmen von rund 130 Millionen Euro veranschlagt.
Das Bundesfinanzministerium erklärte der Welt, konkrete Zahlen zu den Auswirkungen lägen nicht vor. Ökonomen verweisen zugleich darauf, dass steigende Energiepreise die Kaufkraft der Verbraucher mindern. RWI-Ökonom Frondel fordert mittelfristig den Wegfall der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe.