Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sieht in der angespannten Lage in der Strasse von Hormus ein Argument für den Aufbau einer internationalen Seekoalition. «Die Situation ist ein klarer Punkt zugunsten einer starken internationalen Koalition für maritime Sicherheit», sagte Kallas laut Reuters am Montag.
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Kallas äusserte sich vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Konkrete Angaben zu Aufgaben oder Struktur einer solchen Koalition machte sie nicht. Sie stellte jedoch klar, dass die Europäische Union jede Regelung ablehne, welche die «freie und sichere Durchfahrt durch die Meerengen im Einklang mit dem Völkerrecht» einschränke.
Die strategisch zentrale Wasserstrasse zählt zu den wichtigsten Nadelöhren für den globalen Energiehandel. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gastransporte passiert die Passage täglich. Entsprechend reagieren Märkte sensibel auf jede Eskalation. Die jüngsten Spannungen in der Region haben die Sorge vor Störungen der Lieferketten erneut verstärkt.
Vorstösse für eine internationale Sicherung der Seewege sind nicht neu, erhalten aber durch die aktuelle Entwicklung im Nahen Osten neuen Nachdruck. Offen bleibt, ob und in welchem Umfang sich Mitgliedstaaten oder Partnerländer beteiligen würden. Innerhalb der EU bestehen traditionell unterschiedliche Positionen zu militärischen Engagements ausserhalb des Bündnisgebiets.