Michael Jackson (1958–2009) besass das vielleicht prominenteste Tier überhaupt: Bubbles. Der Popstar rettete den Schimpansen in den achtziger Jahren aus einer Forschungseinrichtung in Texas und machte aus ihm ein Haustier. Der Sänger nahm ihn mit auf Tournee, Bubbles war Hochzeitsbegleitung, und sie tranken gemeinsam Tee, als sie 1987 Regierungsbeamte in Japan besuchten. Schimpansen sind die nächsten lebenden Verwandten des Menschen.
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Bubbles wohnte eine Zeit lang auf Jacksons kalifornischer Neverland-Ranch, wo er in einem Kinderbett im Schlafzimmer des Superstars übernachtete. Der Affe helfe ihm, das Zimmer zu putzen, und benutze seine Toilette, sagte Jackson einmal. Als das Tier grösser und aggressiver wurde, kam es zu einem Trainer; seit 2005 lebt es unter Schutz im «Center for Great Apes» im floridianischen Wauchula. Der Jackson-Nachlass unterstützt die Pflege.
Er sei ein «so süsser, süsser Kerl», sagte Great-Apes-Direktorin Patti Ragan jüngst in einem Interview mit Variety. Er wiege 73 Kilo und lebe in einer Gruppe von fünf Tieren. «Er hat geholfen, zwei Babys grosszuziehen, als er hierherkam», erzählte sie. Einer seiner engsten Freunde sei Oopsy, ein 52-jähriger Schimpanse, der in der Action-Sitcom «B. J. and the Bear» aus den späten siebziger Jahren als Ersatzdarsteller auftrat.
Mit 43 Jahren gilt Bubbles als älterer Primat. Die meiste Zeit schläft er, mit den Jüngeren komme er gut zurecht, bewege sich einfach etwas langsamer, sagte Ragan. Und: «Manchmal braucht er länger, um Leitern hinaufzuklettern, aber er isst gut» – am liebsten Obst und alle Arten von Gemüse. Gerne spiele Bubbles mit Rucksäcken, die Klettverschlüsse haben: «Er steckt gerne seine Schätze hinein und trägt sie herum.»
In der Filmbiografie «Michael», die im Moment in den Kinos zu sehen ist, kommt Bubbles auch vor. Allerdings nicht in Echt, das Tier wurde mit dem Computer generiert. Doch Bubbles könnte bald noch grösser herauskommen: In Hollywood ist schon seit längerem ein Film über das Leben des Primaten in Planung.