Die «Gruppe 25» innerhalb der CDU/CSU-Bundestagsfraktion entwickelt sich zu einem neuen Machtfaktor und erhöht den Druck auf Kanzler Friedrich Merz und Fraktionschef Jens Spahn. Das berichten mehrere Teilnehmer aus der Fraktion, meldet die Zeitung Die Welt.
Die Gruppe besteht aus Abgeordneten, die seit 2025 im Bundestag sitzen. Sie umfasst damit einen grossen Teil der 62 neugewählten Parlamentarier – rund ein Drittel der gesamten Unionsfraktion. Organisiert wird sie unter anderem von Johannes Winkel, Nora Seitz, Lukas Krieger und Konrad Körner.
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Innerhalb der Fraktion trifft sich die «Gruppe 25» regelmässig und stimmt sich über politische Vorstösse ab. Ziel ist es laut Beteiligten, inhaltlich stärker Einfluss zu nehmen und Reformen voranzutreiben. Ein Mitglied beschreibt die Stimmung so: Viele seien unzufrieden damit, fertige Kompromisse aus Koalitionsrunden lediglich abnicken zu sollen.
Zuletzt sorgte die Gruppe mit koordinierten Forderungen etwa zur Steuerpolitik und zur Krankenversicherung für Aufmerksamkeit. Dabei ging es unter anderem um Kürzungen bei Leistungen für Bürgergeld-Bezüger. Die Vorstösse wurden bewusst aus der Mitte der Gruppe lanciert und trafen die Fraktionsführung teilweise unvorbereitet.
Fraktionschef Spahn reagierte mit Annäherung und lud die Mitglieder zu einem internen Austausch ein. Ziel sei es, die Gruppe einzubinden und Konflikte zu vermeiden. Gleichzeitig wird in der Fraktion deutlich, dass die neuen Abgeordneten selbstbewusster auftreten als frühere Jahrgänge.
Die «Gruppe 25» gilt damit als erweiterte und einflussreichere Variante der früheren «Jungen Gruppe». Beobachter gehen davon aus, dass sie künftig eine wichtige Rolle bei Mehrheitsfragen und innerparteilichen Richtungsdebatten spielen wird.