Der Virologe Christian Drosten hat eine stärkere «Qualitätssicherung» im Journalismus angeregt. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf ein Interview. Drosten sprach sich dabei für eine «berufsständische Qualitätssicherung» in Bereichen wie Publizistik, Journalismus, Film und Podcasts aus.
Wörtlich sagte er: «Ich glaube aber, dass eine berufsständische Qualitätssicherung ganz wichtig ist, im Bereich der Publizistik, des Journalismus, des Films, des Podcasts». Ziel sei es, die Qualität von Informationen zu verbessern. Es gehe nicht um Zwangsmassnahmen, sondern um eine «gewollte Filterwirkung». Zudem regte Drosten an, ein Bewusstsein zu schaffen, das eine finanzielle Unterstützung qualitätsgesicherter Informationsquellen fördere.
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Auf die Frage nach der Umsetzung erklärte der Virologe, dies müsse nicht zwingend «die Politik von oben herab» leisten. Rückblickend auf die Corona-Pandemie sehe er «keinen anderen Weg, als auf diese Weise einzuschreiten».
Kritik an seiner Rolle während der Pandemie wies Drosten zurück. «Ich glaube nicht mal, dass viel Kritik aus der Breite der Bevölkerung kam», sagte er. Es habe sich vor allem um «einige wenige Journalisten» gehandelt, die eine «politische Wirkung» erzielen wollten. Diese Kritik sei «im Prinzip nicht relevant».
Zugleich betonte Drosten, Unsicherheiten offen zu benennen. «Ich glaube, die grösste vertrauensbildende Massnahme und auch die grösste Ehrlichkeit ist, erst mal zu sagen, dazu kann ich keine befriedigende Antwort geben, weil ich mich damit nicht auskenne». Eigene Fehler habe er nach eigenen Angaben jeweils rasch korrigiert.