Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich freue mich, dass Sie da sind und ich begrüsse Sie aus Magdeburg, aus der unglaublich faszinierenden Hauptstadt des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Mittwoch, dem 9. September 2026. Vielleicht haben Sie es mitbekommen, es hat sich inzwischen ja etwas herumgesprochen, dass hier in Sachsen-Anhalt am letzten Wochenende Wahlen stattgefunden haben, mit einem ziemlich aufsehenerregenden Resultat. sogar der amerikanische Präsident hat sich mittlerweile Mit einem seiner berühmten X-Einträge zu Wort gemeldet. Wow, was für ein grosser Abend. Und da darf man dem US-Präsidenten uneingeschränkt zustimmen. Das war eine Sternstunde der Demokratie. Das war ein Dammbruch. Und mir imponieren vor allem, mich beeindrucken vor allem die Sachsen-Anhalter. Das sind... Eigenständige Persönlichkeiten und die haben eben in voller Unabhängigkeit jetzt ein Veto, eine rote Karte eingelegt, da gegen all diese politischen Eliten, die Gesundbeter und Gutmenschen, die ihnen über die letzten Monate in einer Art Monsterwelle der versuchten Bevormundung haben einreden wollen, dass sie alles machen dürfen, Alles, nur etwas nicht. Nämlich diese Ver... verteufelten Oppositionspartei ihre Stimme zu geben. Aber die Sachsen-Anhalter, die haben sich nicht beeindrucken lassen, die haben sich überhaupt nicht beirren lassen, sondern haben gesagt, ihr könnt uns mal. Wir wählen, wenn wir wollen. Und wir wollen eine Alternative. Denn die Demokratie ist die Staatsform der Alternativen. Und wenn ich heute sehe, dass jetzt all die geschlagenen... die Verlierer mit Kreidebleichen, mit kalkweissen Gesichtern vor die Kameras treten und dann diese üblichen Hilflosigkeiten absondern, am beliebtesten immer die formulieren, wir müssen unsere Politik besser erklären. Nein, ihr müsst eure Politik nicht besser erklären. Die Leute haben eure Politik besser verstanden, als ihr sie selber verstanden habt. Immer wieder diese Überheblichkeit, diese Arroganz, Sozusagen die... Unterstellung, dass die Mitteldeutschen, die Ostdeutschen, man muss sie als Mitteldeutsche bezeichnen, dass die Mitteldeutschen nicht mündig genug wären und vor allem eben gegenüber den ehemaligen DDR-Bewohnern oder den Bewohnern der ehemaligen DDR, um es korrekt zu formulieren, da grassiert ja geradezu diese westdeutsche Arroganz, die in den letzten Wochen hier also in ziemlich schneidender Form, in peitschenknallender Form. in Erscheinung getreten ist, mit allerlei Kommentaren und Leitartikeln führender westdeutscher Presseorgane, so nach dem Muster. Ja, also jetzt reicht es dann langsam, ihr Jammer-Ossis. Da hat sich übrigens auch ein Kabarettist namens Florian Schröder hervorgetan, wobei man muss das immer wieder betonen, dass er ein Kabarettist ist, weil von selber würde man es gar nicht merken. Aber auch da sozusagen die geballte, volle Ladung an Verachtung ist da. entgegengeschleudert worden, den Wählern in Sachsen-Anhalt. Und man sieht jetzt an diesem Wochenende, dass das einfach jenseits ist. Das ist kompletter Unsinn. Und ich glaube, es wäre empfehlenswert, hier der Rat aus schweizerischer Sicht, wenn da ein paar Leute von ihrem hohen Ross einmal heruntersteigen würden und mal aufhören würden, so zu tun. als müsse man da eben den Ost-, den Mitteldeutschen permanent erklären, was Demokratie ist. Die wissen viel genauer, was Demokratie ist, als diese angeblichen Demokratie-Gesundbeter im Westen, die immer wieder behaupten, die Demokratie verteidigen zu wollen, dabei alles unternehmen, um die Demokratie einzuschränken, Opposition verbieten usw., Parteiverbote, all diese Dinge, Ausdruck der Hilflosigkeit, Ausdruck einer Arroganz. Ausdruck auch einer an der Macht vergreisten Elite. Und gegen all das haben die Sachsen-Anhalter von unten ein demokratisches Veto eingelegt. Sie sind aufgestanden mit einer unglaublichen Wahlbeteiligung und haben sich eben da nicht den Mut, den Schneid abkaufen lassen, sondern sie haben gesagt, Nein, wir wollen das nicht. Wir haben die Politik schon verstanden. Und diese Politik ist einfach nichts wert in unseren Augen. Jetzt probieren wir mal was anderes. Ob da die Opposition, die AfD, die jetzt da massiv zugelegt hat, ob sie da ihre Versprechungen wahr machen kann, ob da diese Sympathie- und Hoffnungsträger auf ihren Mopeds, dann auch auf den glitschigen, labyrinthischen Wegen der Politik genauso flink, und eloquent unterwegs sind und vor allem auch durchschlagskräftig. Das wird sich zeigen, aber das ist eben Demokratie, Versuch und Irrtum. Auswechseln, Alternativen, wenn einem das bisherige nicht passt. Und damit scheinen nun doch die einen oder anderen ihre erhebliche Mühe zu haben. Nach wie vor auch ein bayerischer Ministerpräsident Markus Söder in den Talkshows, der jetzt da vorrechnet, dass eben alles, was die AfD versprochen, habe, dass das nicht aufgeht. So als ob seine Bundesregierung, an der er ja mitwirkt, nicht dauernd irgendwelche Versprechungen, Aussagen gemacht hat, die sie gar nicht einlöst. Da schwingt nach wie vor so eine Vorwurfsmentalität gegenüber dem Wähler mit. So quasi, ja, diese dummen Wähler, die haben ja gar nicht gemerkt, was für einen Unsinn sie da gewählt haben. Die haben das gar nicht so richtig durchgerechnet. Und diese Herrenreiter... Allüre. Diese Herrenreiter-Mentalität, das ist mir gestern eben auch beim Vortrag in Sachsen-Anhalt, in Magdeburg aufgefallen. Zweite Station nach Lübeck. Wieder vollbesetzte Ränge. Unglaublich auch die Begeisterung. Vielen herzlichen Dank. Wir hatten einen tollen Abend, sozusagen Infotainment im Zeichen der Völkerverständigung, der deutsch-schweizerischen Freundschaft. Ja, von dem hat man einfach die Nase voll, da von diesen Überheblichkeiten. Und man fragt sich, Dann auch, ob da gewisse CDU-Politiker in Deutschland bei allem Respekt den Kontakt zur Wirklichkeit verloren haben. Wenn etwa der hochgepriesene Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, die Industrie und Zentren, wirtschaftsmächtiges Bundesland, wenn der da in wirklicher, obrigkeitlicher Selbstherrlichkeit sagt, nach diesem Wahlresultat Muss man erneut über ein AfD-Verbot nachdenken, dann fragt man sich, auf welchem Planeten so ein Politiker lebt. Also ich wüsste, welchen Politiker ich dann nicht mehr wieder wählen würde beim nächsten Mal. Den Parteien, die jetzt bei den kritischen Sachsen-Anhaltern auf derartigen Anklang stossen, bei einer Bevölkerung mit einem hochakuten Sinn für Demokratie und Freiheit. Wenn man sagt, die wählen also eine Partei, die man verbieten müsste, dann ist das ja eine unglaubliche Beleidigung auch erneut dieser Wähler. Und man merkt einfach, dass solche Politiker, die das sagen, nichts verstanden haben. Denn Parteien der Konkurrenz, denen man nicht zweifelsfrei nachweisen kann, dass sie in Wort und Tat, vor allem in Tat, Die verfassungsmässige Ordnung gewaltsam umstürzen, wollen irgendwelche verbrecherischen Aktionen planen. Die kannst du nicht verbieten lassen, Entschuldigung. Die musst du widerlegen. Und wenn du das nicht kannst, dann hast du halt in der Politik nichts zu suchen. So einfach ist das. Und ein weiterer Punkt ist noch zum Vorschein gekommen. Man wirft ja den Deutschen immer wieder vor, sie seien obrigkeitshörig. Da sieht man jetzt mal den Gegenbeweis. Nein, die Sachsen-Anhalter haben der... Obrigkeit einen Denkzettel verpasst, haben gesagt, lasst uns in Ruhe, ihr könnt uns mal mit den Bevormundungen und mit diesen Triggerwarnungen, wir wählen, wen wir wollen und wir probieren jetzt mal die Alternative aus und werden die dann vier Jahre lang ganz genau überwachen und begutachten und dann schauen, was passiert. Kommt es überhaupt zu einer Regierung der AfD in Sachsen-Anhalt nach den ersten Talkshows. Übrigens auch interessant, wie jetzt da wieder gestritten wird, Auseinandersetzung, das ist Demokratie, Rede und Gegenrede und nicht diese bräsige Gleichförmigkeit, diese Eintopf- und Einfallsmentalität, die wir da über Jahre in der Berliner Käseglocke hatten. Sowieso ein Problem, dass sich die Medien und die Politik da auf den Füssen herum stehen, seit alles sich in der Hauptstadt konzentriert. Das ist übrigens wirklich interessant, wie sich da die deutsche Öffentlichkeit etwas verändert hat. Früher, als die Hauptstadt im Boden war und die Medien in Hamburg vor allem und auch in Berlin waren, hat man einfach noch etwas mehr... Diversität gespürt. Jetzt kommt da alles zusammen. Und in diesen Talkshows, die jetzt wieder eine doch spritzige Vielfalt und Intensität zeigen, nicht mehr so langweilig sind, da wird schon diskutiert, dass sich möglicherweise eine Regierungsbildung AfD und BSW abzeichnet. Diese beiden Parteien haben auch deshalb gewonnen. Auch das BSW, wenn auch mit bedeutend tieferen Prozentzahlen. sicherlich auch deshalb einmal die Botschaft nach vorne brachte. Kein Krieg, Diplomatie, Frieden mit Russland. Es kann keinen Frieden in Europa gegen Russland geben. Ich glaube, das hat vor allem in Sachsen-Anhalt sehr verfangen. Das jedenfalls auch die Aussage der Sachsen-Anhalter, die gestern an meinem Vortrag zugegen waren. Und das wäre ja auch mal eine interessante neue Variante AfD und PSW. Das hätte vielleicht eine gewisse Würze und würde hier mal eine andere Färbung. in die politische Landschaft Deutschlands bringen. Also, Abregen zur Tagesordnung übergeben, das ist Demokratie. Und es ist ein beeindruckendes Zeichen der Unabhängigkeit, der Mündigkeit und des Willens zur Selbstbestimmung der Sachsen-Anhalter Bevölkerung, der Wähler in diesem Bundesland. Ein schweizerisches Moment. Ja, eine Willensbekundung der Willensnation Deutschland ist eben auch eine Willensnation, aber diesen Willen, den muss eben der Wähler immer wieder dokumentieren. Hinweis in eigener Sache, also kommen Sie an meine Vortragsveranstaltungen in der Bundesrepublik. Die Tournee geht weiter, heute geht es nach Dresden, dann nach Erfurt. Einige Veranstaltungen sind schon ausverkauft, für andere gibt es noch Tickets. Ich bin dann auch im... November wieder hier. Schauen Sie nach weltwoche.de-vortrag. weltwoche.de-vortrag. Würde mich freuen, Sie bei einer dieser Gelegenheiten treffen zu können. Und gleich noch ein Hinweis, sehr wichtig, am 16. September ab 18 Uhr auf unserem Kanal. Da veranstalten wir einen Live-Event mit Julia Mendel, der ehemaligen Pressesprecherin von Wladimir Selenskyj in Straßburg. Das ist organisiert von Dr. Hans Neuhoff, Professor Dr. Hans Neuhoff, Mitglied des Europäischen Parlaments, der AfD, eben in Strasbourg. Friedenwagen, Diplomatie statt Eskalation, 16. September 2026, ab 18 Uhr auf diesem Kanal. Markieren Sie sich den Termin, wir halten Sie auf dem Laufenden und ich zeige Ihnen hier auch den Flyer auf dem Bildschirm. Ukraine, Tino Chrupalla, Roger Köppel, Julia Mendel, Prof. Dr. Hans Neuhoff, Julia Mendel auch im Gespräch bei Tucker Carlson. Und sie erzählt aus dem Innern der ukrainischen Regierung, ihrer Zusammenarbeit mit Volodymyr Zelensky. Und das ist eben interessant, weil es eine andere Perspektive ist, als das permanente Propagandagedröhne, das wir in unseren Medien haben. Wohlgemerkt, im Krieg betreiben alle Seiten Propaganda, die ukrainische, die russische, alle Seiten lügen. Umso wichtiger ist es, sich alle Seiten anzuhören, aber das soll ja verboten sein, ist verboten in der Europäischen Union. Sie können russische Quellen nicht ungestraft lesen und wenn sie eine andere Meinung vertreten als die von Ursula von der Leyen, dann drohen sie mit Sanktionen belegt zu werden, mit Wirtschaftskrieg, mit der Hungerwaffe der Sanktionen, in was für einer verrückten Welt. Leben wir eigentlich, wenn das die europäische Wertegemeinschaft ist, meine Damen und Herren, dann will ich mit diesen Werten nichts zu tun haben. Denn die freie Meinungsäusserung, das Menschenrecht auf eine andere Meinung, das Menschenrecht auf der Regierung widersprechen, das ist etwas vom Allerwichtigsten, für das unsere Vorfahren gekämpft haben, aber die heute regierenden, wohlstandsnarkotisierten Gutmenschenpolitiker. Die haben das alles in den Orkus geschmissen. So, bevor ich mich da noch mehr in diese Themen hineinsteigere, kehren wir da zur Aktualität, zu den Nachrichten zurück. USA zerstören fünf iranische Tanker. Iran greift daraufhin zehn Schiffe an. Okay, wo sind die Sanktionen gegen die USA? Wo ist da diese Völkerrechtslobby? Wo sind all diese Gup... Obmenschen und Moralisten in den deutschen Medien, die sagen, man könne diese Völkerrechtsbrüche nicht tolerieren. Wenn sie Russland angeblich macht, dann nicht. Aber wenn es die Amerikaner machen, dann kräht kein Hahn danach. Man macht sich dermassen unglaubwürdig und diese ganze Moralistenpose, die sich da aufblustert, die dementiert sich ja selber, indem man jetzt schweigt, wenn man schon der Meinung ist, ich finde das falsch, dass man der Völkerrechtsschiedsrichter ist. Deutschland sozusagen. Als Übermensch des Völkerrechts und als... Als unfehlbarer Schiedsrichter und Einteiler in Gut und Böse weltweit, wenn man schon dieser Auffassung ist, ich bin es nicht, dann müsste man dem auch konsequent nachleben und Völkerrechtsbrüche in jedem Fall ahnden. Und wenn die Amerikaner Venezuela bombardieren oder den Iran, dann sind das Völkerrechtsbrüche. Sie können ein Land nicht einfach angreifen, auch wenn ihnen die Regierung dort nicht passt. Es geht nicht. Wenn man das toleriert, bei den einen muss man es eben auch bei den anderen tolerieren. Und das ist genau dieses Scherbeln, diese Doppelmoral, die immer mehr Leuten wirklich auf den Wecker geht, gegen den Strich geht, und zwar persönlich, aber eben auch von den Auswirkungen, von den Folgen her, weil ein Land sich so nicht nur unglaubwürdig, sondern auch unbeliebt macht. Null Konsequenz. Wie ungemütlich wird die Generaldebatte für März? Der Kanzler hält eine vielleicht richtungsweisende Rede. Wie viele Leute interessieren sich in Deutschland eigentlich noch für diese richtungsweisenden Reden? Ja, wir müssen unsere Politik besser erklären. Nein, ihr müsst eine bessere Politik machen. Das ist der Auftrag. Dann wird der norwegische König beigesetzt. Die Veränderungen beim iPhone, das sind nur so ein paar kürzere, kleinere Notizen. Wie ungeschickt kann man sein? Natürlich steht der Wahlsieger von Sachsen-Anhalt unter Beobachtung, erst recht, wenn er regiert, jetzt mit der Verbotskeule zu winken, schadet allen. Ja, eben Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat hier einfach ein entlarvendes Statement abgegeben, hat tief blicken lassen, so denken sie also. Diese Herrlichkeiten der CDU, diese Ministerpräsidenten, diese kleinen Könige und Herzöge, diese Fürsten. Wenn da eine populistische Partei kommt, dann muss man die da verbieten. Populistisch, das Volk da, müssen denen ein bisschen mit der Reitpeitsche übers Maul fahren. Das ist nicht nur eine Karikatur, so ist es etwas, meine Damen und Herren, so spielt sich das ab. Und das werden wir sicherlich auch in den Diskussionen, in den Vorträgen in Deutschland weiter erinnern. Gründen. Mehr Demokratie wagen, möchte man da sagen. Oder mehr Schweiz wagen, übrigens auch ein Thema in meinen Vorträgen. Trump, AfD, Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt, ein wirklich grosser Abend. Also jetzt haben sie es amtlich, auch aus den USA, vom mächtigsten, sicher verhaltensauffälligsten Politiker der Welt. Und Serbiens Präsident Vucic macht den Weg frei für Neuwahlen am 25. Oktober. Da habe ich mich geärgert. Über die Einlassungen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In Serbien hat es ja eine grosse Abdankungsfeier gegeben, bei der Beerdigung des Generals Radko Mladic, der in Westeuropa als fürchterlicher Kriegsverbrecher am Pranger steht. In der serbischen kollektiven Erinnerung ist dieser Mann, ist dieser Offizier anders bewertet, anders behaftet. Da scheint sehr, sehr grosser Respekt vorhanden. zu sein und das ist interessant, dem könnte man ja einmal nachgehen, was da genau passiert und warum die Serben eben nach wie vor, die lesen ja auch Zeitung, das ist denen auch bekannt, was da gesagt wird, warum sie eben trotzdem an dieser respektvollen Ehrbezeugung festhalten, aber dafür hat man ja in den westlichen Gefilden der Unfehlbarkeit überhaupt kein Musikgehör und Frau von der Leyen hat das eben in einem X-Eintrag dann Und dann... massiv kritisiert, dass da die Serben diesem Generalgedenken, der gestorben ist, der im Jugoslawienkrieg eine entscheidende, eine wichtige, eben aus Sicht seiner Kritiker und Bekämpfer, eine sehr verächtliche Rolle gespielt haben soll. Aber sie hat das sehr, sehr kritisch kommentiert und am Schluss hat sie dann noch hinzugefügt, und das ist vielen Serben dann auch, habe ich so mitbekommen, sehr, wie soll ich sagen, ist sie ihnen zu nahe getreten auf eine ungute Art und Weise. Sie hat nämlich geschrieben, ja, wir gedenken der Opfer des Jugoslawienkriegs. Ja, Frau von der Leyen, es gibt auch serbische Opfer des Jugoslawienkriegs, aber die scheinen da bei diesem allgemeinen Gedenken irgendwo ausgeschlossen zu sein. Also auch hier wieder dieser interventionistische Moralismus. Der, der da geübt wird, das ist nicht der Weg der Zukunft. Mit dem kommt man nicht mehr weiter. So macht sich auch die EU immer unbeliebter. Und sie ist ja schon, weiss Gott, unbeliebt genug. Alle Länder, die so agieren, wie die AfD es vorschlägt, sind innerhalb kürzester Zeit pleite. Markus Söder mit einer rückwirkenden, letztlich ja auch Wähler... Beschimpfung, konstruktiv und ziemlich offen, so war das Telefonat zwischen Trump und Putin. Zum Glück telefonieren Trump und Putin. Ich sage jetzt einen ganz, vielleicht für einige provokativen Satz. Ich danke dem lieben Gott, dass wir im Ukraine-Krieg einen Donald Trump haben, bin aber gleichzeitig fassungslos, dass eben dieser verhaltensauffällige amerikanische Präsident, der manchmal zu Recht, aber oft zu Unrecht kritisiert wird. Dass der den Europäern die Demokratie bzw. Entschuldigung, die Diplomatie wieder erklären muss. Die Möglichkeit von Diplomatie. Stellt euch vor, man kann im Krieg mit einer Kriegspartei reden. Man kann auch mit den Russen reden. Unvorstellbar, unfassbar. Das ist diese moralisierende Attitüde, die bei uns herrscht. Moralismus statt Realismus. Moralismus aber kann tödlich sein. Realismus ist auch die Kunst. des Überlebens ist die Vernunft des Überlebens, kehren wir zum Realismus zurück. Nehmen wir auch die Demokratie ernst, nehmen wir die Wähler ernst und ich unterstreiche das in dieser Sendung. Ich habe grössten Respekt, Bewunderung für die Wähler in Sachsen-Anhalt, die hier das Rückgrat, den Mut, die Courage gehabt haben, die Kraft gehabt haben, gegen diese Monsterwelle der Bevormundung des betreuten Denkens und Wählens, ihr Veto einzulegen. Das ist ein grossartiger Moment. Das erfüllt mich mit Freude und Zuversicht. Es zeigt eben, ja, die Bevölkerung ist da. Es ist mit ihr zu rechnen. Man hat nicht resigniert. Im Gegenteil. Und Resignation ist natürlich auch überhaupt keine Option. So, jetzt danke ich Ihnen. Übrigens in Magdeburg das Internet wieder entschieden schneller als Gestern, ich sehne mich also nicht mehr so sehr internetmässig nach Afghanistan. Ist ja wirklich unglaublich, dass in Kabul das Internet schneller ist als in Berlin. Aber das gehört zu den Eigenheiten unserer etwas verrückten, aus den Fugen geratenen Zeit. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Tag. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.