Video: Neutralitätsinitiative abgelehnt: Kein Weltuntergang, aber mehr Unsicherheit, mehr Kriegsgefahr für die Schweiz. KI: Entlassungswelle bei Schweizer Unternehmen. Bundesgericht: Amtsgeheimnis-Verletzungen
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Montag, dem 28. September. 2026 direkt aus dem Hotelzimmer der Schweizerischen Neutralität. Die Neutralitätsinitiative von Christoph Blocher und ProSchweiz hat gestern eine deutliche Abfuhr erhalten. Eine Mehrheit von knapp 70% der Schweizer Stimmberechtigten sind der Auffassung, dass die Schweizerische Neutralität in ihrem traditionellen Zuschnitt immerwährend bewaffnet und umfassend nicht in die Verfassung geschrieben werden sollte, dass also der Status quo, der heutige Zustand, aufrecht erhalten werden müsse. Die Neutralität ist ja in zwei Verfassungsparagraphen erwähnt, aber eben nirgends wirklich ausbuchstabiert. Das ist vor allem deshalb der Fall, weil in früheren Jahren und Jahrzehnten es den Beteiligten da im Bundeshaus klar war, was schweizerische Neutralität bedeutet. Im Sinne von... Bruder Klaus, mischt euch nicht in fremde Händel ein, und zwar weder militärisch noch diplomatisch noch wirtschaftlich. Und das hat man aufgeweicht in den letzten Jahren, natürlich auch in dieser Friedens- und Wohlstandsnarkose seit dem Ende des Kalten Kriegs, als all diese Irrlehren sich angefangen haben auszubreiten, Armee abschaffen, die Schweiz da in die kollektive Sicherheitsarchitektur, oder man müsste sagen in die kollektive Unsicherheitsarchitektur der Betreffenden. Institutionen einzubauen. Und deshalb, das haben wir hier ja oft auch besprochen und gesehen, und ich sehe es ja an meiner eigenen friedensverwöhnten Generation, dass eben da nicht mehr klar ist, was eigentlich Neutralität bedeutet, was Krieg bedeutet und dass da die unterschiedlichsten Vorstellungen herumgeistern. Aber ein Grund zum Verzweifeln ist das nicht und da unterschreibe ich, was Christoph Blocher gestern in seiner Stellungnahme auf Teleblocher gesagt hat, das ist der Anfang einer Diskussion, das ist die erste Etappe jetzt in der Rückgewinnung, in der Rückeroberung der schweizerischen Neutralität. Das heisst nicht, dass man diesen Volksentscheid nicht respektieren sollte. Selbstverständlich, was das Volk entscheidet, das gilt, das ist immer wieder zu bekräftigen. Und was das Volk entschieden hat, ist, dass eben die Neutralität in der von Blochers Initiative vorgeschlagenen Form nicht in die Verfassung kommt. Nun haben die Gegner der Neutralitätsinitiative allerdings immer betont, dass sie nicht gegen die Neutralität sind. Im Gegenteil, Bundesrat Gassis hat im August 2026 ganz deutlich herausgestrichen, der Aussenminister, die Schweiz sei neutral, sie bleibe neutral und sie werde sich an dieser Neutralität weiterhin orientieren. Also, wir werden sehen, wie ernst sie es mit dieser Neutralität sind. Natürlich hat es im Abstimmungskampf auch jene Euro-Turbo-Kreise gegeben, die hier so taten als ob, die die Neutralität hochgehalten haben, im klaren Wissen darum, sie eben aus der Kraft setzen zu wollen, durch einen EU-Anschluss, eine EU-Unterwerfung der Schweiz und auch eine weitere Annäherung an die NATO. Aber auch da wird man jetzt ganz genau beobachten müssen, wie viel Spielraum und wie viel Flexibilität denn da von dieser Seite in Anspruch genommen wird. Ein Etappenziel ist erreicht. Die schweizerische Neutralität ist zumindest als Lippenbekenntnis, als Begriff hier von allen Beteiligten hochgehalten worden. Mal sehen, ob sie es ernst damit meinen. Die Verantwortung liegt jetzt natürlich bei den Gewinnern. Das ist der entscheidende Punkt. Die Schweiz ist nach diesem Wochenende nicht sicherer geworden. Im Gegenteil, wir haben einen Krieg in Europa. Dieser Krieg ist jetzt noch relativ weit weg von unseren Landesgrenzen, wenn man es da etwas oberflächlich betrachtet. Das war ja auch ein Argument der Initiativgegner, vor allem in den Medien, vor allem in einer Neuen Zürcher Zeitung, die früher ja noch gestanden ist für diese unbeirrbare, für diese erdbebensichere Neutralität. heute ist die NZZ, das Zentralorgan dieser Vichy-Vachy-Neutralität. Und da sagen ja auch die zuständigen Stimmen dort, solange der Krieg weit weg ist, muss die Schweiz neutral, flexibel bleiben. Wenn dann der Krieg näher kommt an unsere Landesgrenzen, dann müsste man natürlich strikter und strenger. Neutral sein ist auch nicht ein historisches Novum. Das hat es übrigens früher schon einmal gegeben, in den 20er und 30er Jahren, damals unter dem Aussenminister Giuseppe Motta, sinnigerweise auch ein Tessiner, ist die Schweiz in den Völkerbund gegangen. Kollektive Sicherheit, Neutralitätsrelativierung, aber dieser Völkerbund ist dann im Laufe der 30er Jahre immer mehr auseinandergefallen, das kollektive Sicherheitssystem hat versagt und es kam ja dann zu diesem brenzligen, kniffrigen Punkt. Als der Völkerbund und auch die Engländer Sanktionen erheben wollten gegen Italien, Mussolini hatte Abessinien angegriffen und die Schweiz hätte das mittragen sollen. Doch die Italiener haben dann den Schweizen gesagt, wenn ihr das macht, dann greifen wir euch an, dann besetzen wir das Dessin bis an die Alpenpässe. Und unter dem Eindruck dieser Kriegsdrohung, also mit dem Messer sozusagen an der Kehle, hat der Bundesrat entschieden, dann wieder zurückzukehren zur absoluten Neutralität. Man war dann gottenfroh, dass man das getan hat, denn diese Neutralität hat die Schweiz im Zweiten Weltkrieg gerettet. Also Aufweichung der Neutralität bedeutet historisch, traditionsgemäss mehr Unsicherheit. Wenn man sich in internationale Bündnisse hineinmanövriert, hineinschleicht, wie das einige im Bundesbären jetzt tun wollen, dann bedeutet das mehr Unsicherheit, mehr Kriegsgefahr für die Schweiz. Wenn man sagt, der Krieg ist noch weit weg, dann ist das... unglaubwürdig. Also man versetzt damit natürlich auch der neutralen Schweiz einen Schlag, eine Ohrfeige sozusagen, einen Knacks da in die Glaubwürdigkeit. Aber es ist eben vor allem auch unter dem Aspekt der Kriegsverhinderung, der Kriegsvermeidung, der Sicherheit sehr, sehr gefährlich. Denn jetzt machen wir mit bei diesen Wirtschaftskriegssanktionen gegen die Atommacht Russland. Wir haben uns da an die Europäische Union gehängt, unsere Aussenpolitik faktisch abgegeben. Damit setzen wir uns natürlich allen Eskalationsrisiken aus. Wir sehen ja, dass die Schweiz nicht sicherer geworden ist. Nehmen Sie den Fall Nestle in Russland. Da ist Nestle faktisch übernommen worden vom russischen Staat, weil die Schweiz nicht mehr als neutral angeschaut wird. Das wird da natürlich etwas weggewischt in der allgemeinen Betrachtung. Aber Sie sehen an solchen Beispielen, dass sich etwas verändert hat. Und Sie sehen eben auch, dass die Schweiz als neutraler Vermittler plötzlich nicht mehr so gefragt ist, dass da andere Länder, die Arabischen Emirate, die Türkei, plötzlich ins Zentrum rücken, wo doch noch 2021 sich der amerikanische Präsident damals Biden und der russische Präsident nach wie vor Putin in Genf getroffen haben. Damals auch mit Bundespräsident Guy Barmalin als Gastgeber. Das ist vorbei, hier gibt es keine... Eine umfassende, universelle Friedensrolle für die Schweiz, eine Vermittlungsrolle, das sind alles Zeichen. Und wenn dieser Krieg, was zu befürchten ist, weiter eskaliert, dann wird es noch gefährlicher für die Schweiz, denn wenn die Russen, sollte das eintreffen, dann plötzlich den Krieg ausweiten auf die Unterstützer der Ukraine, allen voran Deutschland. Deutschland, das sich ja in einem sehr unheilvollen Konfrontations- und Kriegsmodus gegenüber Russland hineingeredet hat, sozusagen als Hauptfeind Russlands jetzt in der Europäischen Union dasteht, ja, dann könnte der Krieg tatsächlich eher an unsere Landesgrenzen rücken, als dass dies den Gegnern der Neutralitätsinitiative und uns Schweizern lieb sein könnte. In einem solchen Fall, glaube ich, würde es dann relativ schnell gehen, dass der Bundesrat wieder zurückkehrt zur absoluten, zur strikten Neutralität. Und das hat mir übrigens... Bundesrat Gassi, der Außenminister, auch in unserem Gespräch versichert, hat gesagt, jawohl, es sei ihm bewusst, dass die Schweiz in ihrer Geschichte auch schon strenger die Neutralität definiert habe, aber eben eher glaube, dass es richtig sei, einen gewissen Spielraum zu haben, aber es sei eben überhaupt nicht ausgeschlossen, dass die Schweiz auch wieder zu einer strengeren, orthodoxeren, strikteren Auslegung dieser Neutralität gelange. Also man hört da ja unterschiedliche... slalomhafte Aussagen aus den Bundesrats- und Bundeshausgefilden, was zumindest die Hoffnung berechtigt erscheinen lässt, dass da nicht Hopfen und Malz verloren ist. Ist es sowieso nicht, aber vor dem Hintergrund, und das hat ja auch Blocher betont in seinen gestrigen Ausführungen, vor dem Hintergrund eben einer sehr langen Friedenszeit, wo man vergisst, was Neutralität ist, wo man vergisst, was Krieg ist, wo man nicht mehr präsent hat, warum es eigentlich eine starke Armee braucht, die eben die Schweiz unabhängig, eigenständig verteidigen kann. Ja, in solchen Zeiten kann man nicht erwarten, dass die Leute, dass weite Teile der Bevölkerung auch wirklich noch tief in dieser Thematik drin sind. Die Medien haben hier von Anfang an... In der allgemeinen Kriegsempörungswelle gegen Russland die schweizerische Neutralität in Misskredit gebracht. Man hat sie als Putin-pro-Putin-Initiative verunglimpft, was nicht akzeptabel ist, was natürlich eine letztlich auch Ungeheuerlichkeit bedeutet, wenn man das historisch anschaut. So als ob die Schweizer Landesregierung im Zweiten Weltkrieg nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen eine hitlerfreundliche Politik betrieben hätte, weil sie an der strikten Neutralität festgehalten hat. Solche Deutungen wären damals als abwegig erschienen. Aber es zeigt, wie in diesem Abstimmungskampf zwei Themen miteinander vermischt wurden. Zum einen die Freiheit der privaten Meinung und der privaten Gesinnung, dass man gegen das angreifende Land ist, gegen Russland, dass man sich mit den... Opfern identifiziert, dass man mit ihnen sympathisiert, das ist ja auch überhaupt kein Problem in einem neutralen Land. Der Bürger kann ja denken, was er will, aber die Neutralität, die schweizerische, gilt eben für die staatlichen Stellen und die haben sich eben über diese Gesinnungs- oder Empfindungsneutralität hinwegzusetzen und eine Verantwortungsneutralität, eben eine politische Neutralität in den Vordergrund zu stellen, die eben die Konsequenzen des eigenen Handelns Bedenkt, was nützt mir das grösste Erbarmen, was nützt mir die grösste Mitempfindung, das Mitleid, wenn ich dadurch die Schweiz in eine Kriegspartei verwandle gegen eine Atommacht wie Russland. Dann vergrössere ich die Gefahr, dass wir angegriffen werden, dann verschlechtere ich die Sicherheitslage und das kann nicht der Auftrag unserer Regierung sein. Also haben wir hier zwei Ebenen, zwei Begriffe sozusagen gehabt oder zwei... Dimensionen, die durcheinandergewirbelt wurden und am Schluss konnte man sie nicht mehr so genau auseinanderhalten. Auch bei der SVP, bei der Partei, die ja eigentlich am stärksten für die Neutralität stehen sollte, hat man sich da eben nicht so stark exponiert, weil man vermutlich auch das Gefühl hatte, ja, wenn wir uns für diese Neutralität so engagieren, dann heizt es dann wieder, dass wir für Putin seien, dass wir für die Russen seien und so weiter. Und an dem sehen Sie auch, dass hier In weiten Teilen auch der politischen Elite der Schweiz das Standvermögen, auch das Rückgrat nicht mehr vorhanden ist, diese Kritik auszuhalten. Denn ein neutrales Land oder ein Politiker, der die schweizerische Neutralität verteidigt, der wird natürlich gerade in Kriegszeiten immer angegriffen. Das sehen Sie an Christoph Blocher, das sehen Sie auch an mir, der ich von Anfang an dieses Trick der schweizerischen Neutralität verteidigt habe. Das müssen sie sich alle möglichen. Unmöglichkeiten an den Kopf werfen lassen. Ja, das gehört dazu, weil eben die Neutralität etwas Anspruchsvolles ist, die Schweizerische, wenn man eben nicht Partei ergreift, wenn man eben nicht sich da in die Kriegsfronten hineinmischt, sondern sagt, nein, wir halten uns raus, aber im Krieg möchten eben alle, dass man hineingeht, dass man eben auf ihrer Seite, eben auf der richtigen Seite, wie es dann heisst, mitkämpft. Ja. Es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten, aber ich freue mich auf diese Diskussion. Das bleibt natürlich interessant, es bleibt aktuell, weil leider eben auch dieser Krieg in Europa nach wie vor aktuell bleibt. Also, nicht verzweifeln, nicht verzagen, vorher Weltwoche Daily Fragen. Übrigens interessant, noch am Abstimmungssonntag da bei den Wahlgewinnern, die jetzt die Verantwortung tragen, Da hat es... Aufsehen erregende, entlarvende Bilder gegeben. Economy Swiss, die Direktorin Monika Rühl, zusammen mit den Sozialdemokraten, mit Cedric Wermuth und Fabian Molina. Also das wird dem Wirtschaftsverband noch einmal vor die Füsse fallen, was da passiert ist. Ernährungsinitiative übrigens auch deutlich abgelehnt, das linksgrüne Anliegen. Das ist ein Sieg für die Bauern, für die Landwirtschaft, aber auch für die Schweizerinnen und Schweizer, die künftig selber bestimmen können, was bei ihnen... auf den Teller kommt. Entlassungswelle bei den Grosskonzernen, das sind unerfreuliche Schlagzeilen, 147 Stellen minus bei Sunrise. Dann Swiss Life will 600 Stellen abbauen. Laut Experten sind da gut qualifizierte betroffen Studienabgänger. Als Grund wird die KI angegeben. Erwerbslosigkeit unter Studiumsabsolventen ist massiv gestiegen. Schweizweit bei 4,9 Prozent, dazu kommen 5 Prozent. die gerne ein höheres Pensum hätten, das aber nicht bekommen. Unter den 15-24-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit in Jahresfrist um 19,4% gestiegen. Auch die Krankenkassenprämien gehen nach oben. Zu 5% könnten sie steigen, das ist noch mehr als die 4,4% der letzten Runde. Auch als Grund wird da angegeben, Haupttreiber bezahlte Pflege von Angehörigen, 350 Millionen Franken, die Abnehmensspritzen 160 Millionen Franken. Ja, diese Aufrüstungspreisspirale, die dreht sich da immer weiter, weil niemand in diesem staatlich organisierten Gesundheitswesen letztlich ein Interesse hat, die Kosten unten zu halten. Und man kann ja dann die Kosten eben sozialisieren. abwälzen auf die Bevölkerung noch mit entsprechenden Umverteilungseffekten. Die FDP markiert deutlich Distanz zu den Banken. Co-Präsidentin Susann Vinzenz Stauffacher hat ein Interview gegeben in der Sonntagspresse mit einem ganz merkwürdigen Satz, ich zitiere, Herr Ermotti muss den demokratischen Entscheid ganz einfach akzeptieren. Was genau meint sie? Es hat eine Ständeratsentscheidung stattgefunden, einer Ständeratsentscheidung. zuständigen Kommission und auch des Ständerats. Wir nehmen diese Eigenkapital-Mittel-Anforderungen an, die da vom Bundesrat nach vorne gebracht wurden. Aber das ist ja noch kein demokratischer Entscheid. Das ist ja erst eine Kammer, die da entschieden hat. Jetzt muss noch die zweite, die grosse Kammer, entscheiden. Also es gibt gar keinen demokratischen Entscheid, an den sich da der Herr Ermotti halten müsste. was ja die Nationalrätin und Co-Präsidentin der Freisinnigen wissen müsste, Susann Vinzenz Stauffacher. Offensichtlich ist sie da nicht mehr so ganz bekannt, wie eigentlich ein demokratischer Entscheid in der Schweiz zustande kommt. Es braucht zwei Kammern. Am Schluss könnte immer noch das Volk etwas dazu sagen. Aber die Unterstellung, dass man dem UBS-Chef hier schon anhängen, anschmieren will, er sei dann also gegen die Demokratie, ist eine ziemlich polemische... Ungeheuerlichkeit, die der Sache überhaupt nicht gerecht wird, zeigt aber, wie die FDP sich hier eben sehr stark in eine Frontstellung gegenüber der letzten verbliebenen Schweizer Grossbank hat hinein manövrieren lassen. Das ist eine nicht erfreuliche Entwicklung natürlich und man wird sehen, wie sich das Ganze dann zukünftig gestalten wird. Im Sonntagsblick wird spekuliert, dass aufgrund eben dieser ersten Vorentscheidung, Weichenstellung des Ständerats nun die UBS versucht sein könnte, zukünftig ihren Geschäftssitz, ihren Hauptsitz ins Ausland zu verlegen. Bin nicht so sicher, ob das wirklich etwas bringen würde, vor allem auch das Label Swiss. Ob man das so leicht preisgibt, das hätte natürlich auch Konsequenzen für die Kunden und für die ganzen entsprechenden natürlich auch Aufstellungen. dieser Bank in Europa, in Asien, in der Schweiz. Eine steile These wagt Arthur Ruthushauser, der Chefredakteur der Sonntagszeitung, unter dem Titel «Die heimliche Geliebte von Yves Donsalat soll erpresst worden sein». Da geht es um diese Bundesrichter-Affäre, um die Affäre zweier Bundesrichter, die Christoph Mörger in der Weltwoche aufgedeckt hat. Yves Donsalat und Beatrice van der Graaf, zwei ursprünglich von der SVP nominierte Bundesrichter, sind da in einer Liebes... Beziehung ertappt worden. Das wurde nachher heruntergespielt, auch zeitlich verkürzt etc. Und das Bundesgericht tut sich wahnsinnig schwer, hier Aufklärung zu leisten und die ganze Sache aufzuarbeiten. Wirft alles ein sehr schlechtes Licht auf diese höchste magistrale Instanz, diese Institution in der Schweiz, die ja tatsächlich sich dadurch auszeichnen sollte, dass Regeln eingehalten werden, vor allem auch die Regeln, die innerhalb des Bundesrichts. Bundesgerichts gelten. Nun also, was ist der Hintergrund dieses Artikels? Ruttishäuser berichtet von einem Telefonat, das stattgefunden haben soll zwischen dem Schweizer SVP-Ständerer Pirmin Schwander und der Schwester der betreffenden Bundesrichterin Beatrice van der Graaf. Sie ist in der kantonalen Kommunikation tätig und mit ihr soll er besprochen haben, dass eben nach einer Mh. Dass Frau Van der Graaf die Chance hätte, wiedergewählt zu werden, wenn sie vielleicht zum Ausdruck brächte, dass ihr ehemaliger oder immer noch oder verblichener Geliebter Yves Donsalat sie versucht habe, zu hintergehen, indem er in einem Interview nach Aufdeckung der Affäre gesagt hat, dass diese Affäre eigentlich vorbei sei und dass er das alles heruntergespielt hatte. Eine Art, ja, der ehemalige Geliebte sei da der Geliebten in den Rücken gefallen. Und das versucht nun Ruth Ishauser als eine Art Erpressung dar. zu stellen. Nun gut, da ist der Jurist nicht ganz auf der Höhe. Bei Repressungen muss es ja immer um Geldforderungen gehen. Das liegt hier nicht vor. Man könnte also mit viel Fantasie von einer versuchten Nötigung sprechen. Aber eigentlich hat ja Schwander nur gesagt, dass im Grunde die Schwester da der... Bundesrichterin ihrer Schwester mitteilen sollte, dass sie die Möglichkeit hätte, durch entsprechende Aussagen ihre Wiederwahlchancen zu erhöhen. Also man kocht das jetzt hoch. Interessant in diesem Zusammenhang und brisant ist, dass die Tamedia-Zeitungen ein Gutachten haben des Bundesgerichts über diese ganze Affäre. Die Weltwoche hat auch versucht, an dieses Gutachten heranzukommen, aber man hat uns das verweigert. mit der Aussage, da seien also Amtsgeheimnisse drin. Nun also ist dieses Gutachten bei den Tamedia-Zeitungen. Das heisst, es gibt hier eine Amtsgeheimnisverletzung, die auch untersucht wird. Und es gilt in diesem Zusammenhang natürlich die Unschuldsvermutung für Donsala und Van der Graaf, die da unter Verdacht stehen. Warum? Weil eben die Tamedia-Zeitungen sehr wohlwollend über diese bundesrichterliche Affäre berichtet haben. In einem... Punkt ist, der Ruttishauser uneingeschränkt zuzustimmen. Er sagt am Schluss, wie auch immer, die Affäre um die Affäre scheint noch lange nicht beendet. Und das stimmt. Affaire à suivre. Und wir sagen für heute auf Wiedersehen. Ich melde mich gleich zurück mit den internationalen Schlagzeilen. Und zur schweizerischen Neutralität bleibt festzuhalten, da geht die Diskussion jetzt erst richtig los. Es ist gelungen, das Thema auf die Agenda zu heben. Alle berufen sich auf die Neutralität. Was dann genau darunter zu verstehen ist, das gilt es noch weiterhin auszubuchstabieren. Die verfassungsmässige Festzuhörung wurde abgelehnt, aber damit ist keine Ablehnung der schweizerischen Neutralität verbunden. Im Gegenteil, es haben sich nämlich im Verlauf dieser Diskussion immer mehr Kreise erstaunlicherweise geoutet, dass sie ja doch für die Neutralität seien. Jetzt wollen wir sehen, jetzt wollen wir genau hinschauen, was sie denn darunter verstehen. Bis gleich. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche, unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen... immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben tun. machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.

Neutralitätsinitiative abgelehnt: Kein Weltuntergang, aber mehr Unsicherheit, mehr Kriegsgefahr für die Schweiz. KI: Entlassungswelle bei Schweizer Unternehmen. Bundesgericht: Amtsgeheimnis-Verletzungen

Anhören ( 23 min )
Neutralitätsinitiative abgelehnt: Kein Weltuntergang, aber mehr Unsicherheit, mehr Kriegsgefahr für die Schweiz. KI: Entlassungswelle bei Schweizer Unternehmen. Bundesgericht: Amtsgeheimnis-Verletzungen
Neutralitätsinitiative abgelehnt: Kein Weltuntergang, aber mehr Unsicherheit, mehr Kriegsgefahr für die Schweiz. KI: Entlassungswelle bei Schweizer Unternehmen. Bundesgericht: Amtsgeheimnis-Verletzungen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Neutralitätsinitiative und Abstimmungsergebnisse
  3. Historische Perspektive der schweizerischen Neutralität
  4. Aktuelle geopolitische Lage und Auswirkungen auf die Schweiz
Für das Inhaltsverzeichnis und die Navigation im Video ist ein Abonnement erforderlich.

Weltwoche daily ohne externe Video-Werbung geniessen? Werden Sie Abonnent!

Tickets für Roger Köppels Deutschland-Tournee finden Sie hier: www.weltwoche.de/vortrag

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.