Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie zur schweizerischen Ausgabe von Weltwoche Daily. Die andere Sicht, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Mittwoch, dem 30. September 2026. direkt aus dem Hotelzimmer der Schweizerischen Neutralität, aus dem hochmobilen Institut für fortgeschrittene Gegenwartskunde. Im Ständerat zu Bern wurde die wegweisende Debatte über die Verträge mit der Europäischen Union fortgeführt. Der Ständerat trat leider deutlich mit 29 zu 15 Stimmen auf das institutionelle Abkommen ein, das juristisch und staatspolitisch politisch laserbohrergleiche Votum des Walliser Mittelständierats Beat Rieder hinterliess massiv Eindruck. Ich habe gestern schon darüber gesprochen. Unter dem Geraune des Rats sagte er, die institutionelle EU-Anbindung, die Unterwerfung und die dynamische Rechtsübernahme überlasse der Schweiz weniger Rechte als seinerzeit jeder Kolonie. Readers Rede ging auch viral und man bekommt den Eindruck, dass zumindest einige bürgerliche Ständeräte von Mitte und FDP ein etwas schlechtes Gewissen haben über die Monstrosität, ein Wort der Urner Mitte-Ständerätin Heiditz-Kracken, der sie hier zustimmen. Jetzt wissen die 46 Ständeräte in der kleinen Kammer der Reflexion zumindest, was sie tun. Aussenminister Ignacio Cassis zeigte sich natürlich hoch erfreut über das Ergebnis des Eintretens im Ständerat. Gleichzeitig offenbart... hatten sich bei der Abstimmung tiefe Gräben innerhalb der bürgerlichen Zentrumsparteien, die Mitte und FDP, da mehrere gewichtige Standesvertreter das Eintreten verweigerten, neben allen sieben der SVP-Fraktion natürlich. Der Ständerat erweiterte im Rahmen des EU-Pakets das Instrument der Schutzklausel um eine Zuwanderungsabgabe, die bei schwerwiegenden wirtschaftlichen oder sozialen Problemen durch starke Zuwanderung greifen soll. Hier muss ich noch eine kleine Korrektur anbringen zu gestern. Ich sagte, die Politik sei bemüht, dieses institutionelle Paket wieder aufzuschnüren, den Strombereich und die Lebensmittel vorauszuschicken. Aber es ist natürlich genau umgekehrt. Sie wollen den institutionellen Teil zuerst bringen und dann das Strom- und Lebensmittelabkommen, was insofern absurd ist, als eben der Bundesrat den Leuten weiss machen, wollte und uns verklickerte, dass eben dieses Strommarktabkommen so wichtig sei, dass das alles überrage. Und deshalb wurde das zusammengepackt, jetzt wieder auseinandergeschnürt und das Institutionelle kommt zuerst. Weil das ist ja das eigentliche Problem und mit solchen Manövern wollen sie das ja leicht verdaulich und sozusagen die politische Speiseröhre runterdrücken. Das führt natürlich die ursprüngliche Absicht. ad absurdum, machte man doch im Bundesrat der Öffentlichkeit zuerst weiss, man brauche unbedingt diese Strom- und Lebensmittelabkommen. Jetzt also alles umgekehrt. Sie sehen einfach an diesen Machinationen, was da abgeht und mit welchen Methoden man eben sozusagen durch die Gestaltung, durch die Portionierung, durch die Staffelung Geschäfte durchdrücken will. Das sieht man im Gegenwind, man... merkt die Absicht und ist verstimmt. Im Zuge des EU-Vertragspakets bereinigte der Ständerat das neue Beihilfeüberwachungsgesetz. Mein Gott, um was für Dinge müssen wir uns kümmern? Das Beihilfeüberwachungsgesetz, das klingt ja schon fast so schlimm wie in der Europäischen Union, die Überwachung staatlicher Beihilfen, soll demnach durch eine schweizerische Aufsichtsbehörde und nicht durch die Europäische Kommission durchgeführt werden. Das sind... Und kosmetische Massnahmen für Schaufenster, meine Damen und Herren, Sie spüren es ja bereits an der ganzen Nomenklatur, an der Begrifflichkeit, wie man solche bürokratischen Minimonster, die sich dann auswachsen, hier platzieren möchte. Pour la galerie. Es bleibt bei der Rechtsübernahme, beim entscheidenden EU-Gericht und bei den Strafmassnahmen, bei Fehlverhalten aus Brüsselsicht der Schweizer Stimmbürger. eine ähnliche Heulpetarde, ein Luftheuler, ist die Zuwanderungsabgabe nach der Methode von Andrea Caroni, Ständerat, die ohnehin der EU-Personenfreizügigkeit widerspricht, nichts als Bürokratiebefragung. bedeutet und der Bevölkerung Sand in die Augen streut über die wahren Probleme, nämlich die ungesteuerte Massenzuwanderung. Also lassen Sie sich da auf keinen Fall einlullen, lassen Sie sich da nicht ein A für ein U vormachen. Die wohl einschneidendste Nachricht für die Schweizer Wirtschaft und für die Privathaushalte war die offizielle Bekanntgabe des Prämienanstiegs durch das Bundesamt für Gesundheit. BAG-Gesundheitsministerin Elisabeth Bohm-Schneider von der SP informierte darüber, dass die Krankenkassenprämien für das Jahr 2027 im Schweizer Durchschnitt um 5% steigen werden. Im Schweizer Durchschnitt überschreitet eine Einzelprämie 2027 die 400-Franken-Marke. Als Haupttreiber gelten die massiv gestiegenen Kosten im ambulanten Bereich der Pflege und der Psychotherapie. Also eine Kostenexplosion. Gerade im Bereich jener Krankheiten, wo die Unterscheidung zwischen realen und eingebildeten Krankheiten dann eben nicht mehr so leicht zu treffen ist. Wir hatten ja schon einmal ein Volk von Invaliden zu Beginn der 2000er Jahre in der Schweiz und da waren vor allem an den Hotspots der Psychotherapie und der Psychiatrie, vor allem in der Stadt Basel, ich kann mich noch erinnern, da sind die markantesten Anstiege von Invaliditäts. Fällen verzeichnet worden, ein Schuft, wer sich Böses dabei denkt, aber dort, wo die meisten Psychiater waren, dort gab es dann eben auch die meisten Kranken. Da sieht man die Zusammenhänge, wo das Angebot da ist, entsteht eben auch eine Nachfrage. Man gehe zu oft zum Arzt, rügte die Gesundheitsministerin, und die Ärzte würden die Patienten mehrfach unnötig aufbieten. Interessanterweise steigen die Prämien im Kanton Jura, 6,6 Prozent dem Herkunfts... Kanton von Bundesrätin Baumschneider am meisten, schon an fünfter Stelle Volk Zürich mit 5,8% höheren Prämien. Was die Bundesrätin nicht sagt, die enorme Kostensteigerung durch die Zuwanderung, den Asylbereich, die Flüchtlinge mit S-Status aus der Ukraine, die alle volle Leistungen beziehen, aber nie etwas einbezahlt haben. Der Nationalrat. befasste sich mit der Deckelung von Spitzengehältern für das Kader von Krankenkassen, der bewilligte finanzielle Vorleistungen in Höhe von 131 Millionen Franken zur Absicherung der nationalen Energieversorgung über Reservekraftwerke. Die SVP forderte, dass man nicht bereits nach einem Jahr Einzahlung eine AHV beziehen kann, sondern mindestens fünf Jahre einbezahlt haben muss. Die Beitragszeit muss zwingend durch Erwerbsarbeit in der Schweiz erbracht sein. Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften sollen nicht mehr reichen. Personen, die erst in der Lebensmitte in die Schweiz ziehen, sollen prozentual höhere AHV-Beiträge bezahlen. AHV-Renten, die ins Ausland überwiesen werden, sollen an die dortige Kaufkraft angepasst werden, nach dem Prinzip tiefe Lebenshaltungskosten gleich tiefere Renten. Das Bundesamt für Kultur. BAK gab bekannt, dass der Bund 26 Projekte zur Provenienzforschung finanziell unterstützt. Ziel ist die Aufarbeitung problematischer Erwerbskontexte in Schweizer Museen, darunter auch die Untersuchung menschlicher Überreste, sprich Mumien, aus der Kolonialzeit für potenzielle Rückgabedialoge. Auch so ein wunderbares Wort, die Rückgabedialoge. Das alles ist natürlich wieder ein masochistischer Mump. Kumpitz ohne Museen im Westen, ohne private Sammler, ohne den Kunsthandel, wären unzählige Kunstwerke gar nicht mehr vorhanden und unrettbar zerstört. Und was dient dem Wissen und der Pflege beispielsweise der altägyptischen Kunst mehr, wenn wir alle Objekte in die dortigen, ohnehin überfüllten Museen und Magazine zurückschicken oder wenn wir die Einzelstücke in unseren Museen einem beeindruckten Publikum zeigen und erklären? Da sehen Sie wieder. Dieser fruchtlose Moralismus grassiert. Man denkt nicht an die Konsequenzen, sondern will eben den Gutmenschen raushängen, mit der Gesinnung auftrumpfen, auch wenn es dann der Sache am Schluss nicht dient. Das ist ja das Muster, die politische Schablone, die wir heute an verschiedenen Stellen beobachten können. SRF-Journalist und Arena-Moderator Sandro Protz verlässt SRF. Ende 2027 und wechselt zum Blick, wie seinerzeit sein Vorgänger bei der Arena Jonas Preuer. Er war eine durchaus kontroverse Persönlichkeit des Andro Protz und hat seine persönliche Überzeugung links der Mitte phasenweise zu sehr eingebracht. Beispielsweise beim Rassismusvorwurf von Thomas Eschi, das hatte ja dann noch ein Nachspiel. Beim Blick wird Protz einen multimedialen Videopodcast lancieren und moderieren, der mehrmals... pro Woche die wichtigsten Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einordnen. Seit Mai 2019 arbeitet Brotz bei der Arena als Moderator und stellvertretender Leiter. 14 Jahre war er bei SRF, zuvor schon mal bei Ringier, nämlich Journalist beim Sonntagsblattblick, und auch bei Radio 1 bei Roger Schawinski, ich glaube dort war er sogar Chefredakteur. Ein sehr erfahrener Mann mit einer grossen, also wirklich Bambreite auch der journalistischen... Tätigkeiten. Wir hatten nicht immer eine ganz undialektische Beziehung, wenn sich da unsere Wege gelegentlich gekreuzt haben. Ich glaube, Sandro Protz hat mich nicht so wahnsinnig gern in die Arena eingeladen. Nun, das sind ja seine freien Entscheidungen. Aber ich darf sagen, wir wünschen ihm natürlich viel Erfolg jetzt in der neuen Aufgabe und er gehört sicherlich zu den journalistischen Schwergewichten in unserem Land, auch wenn er da in verschiedenen Kontexten, auch bei den einen oder anderen, Personen unangenehm aufgefallen ist, da gibt es immer noch zu kritisieren. Niemand ist perfekt, aber sicherlich einer der markanten Journalisten unseres Landes. Wir werden sehen, wie sich das jetzt in neuer Umgebung gestaltet. Meine Damen und Herren, ich danke Ihnen herzlichst für die Aufmerksamkeit. Das war es von Weltwoche Daily Schweiz, jetzt dann gleich die internationale Ausgabe. Im Anschluss, ich freue mich und wünsche Ihnen weiterhin eine ersprießliche Woche. Okay. mit vielen interessanten, aufwühlenden, zum Teil etwas deprimierenden, aber doch auch inspirierenden Themen. Es kommt immer auch etwas auf die Einstellung an, mit der man sich dieser Nachrichten-Geröllhalde zuwendet. Bis gleich. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken. Was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut, Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.