Grüezi miteinander und ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem Haus der schweizerischen Neutralität zur internationalen Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich am Freitag, dem 11. September. 2026. Ich bin wieder zurück in heimischen Gefilden nach meinem gestrigen Vortrag in Erfurt. Das war der krönende, mich begeisternde Abschluss der ersten Etappe meiner Vortragstournee durch Deutschland. Es geht weiter im November. Schauen Sie jetzt gleich auf unserer Website nach. Sichern Sie sich Tickets. Ich komme gewiss in die Nähe Ihres Wohnorts. Es sind da noch viele Destinationen. auf dem Programm weltwoche.de-vortrag, weltwoche.de-vortrag. Meine Standortbestimmungen zur Lage der Zeit, aber auch Diskussionen. Keine Rede ist gleich wie die andere, immer wieder aktualisiert, aber eben auch ins Grundsätzliche, ins Geschichtliche hinein zielend. Ein Journalist der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung hat mich gestern gefragt, Ja, Herr Köpp. Was haben Sie da für eine Stimmung erlebt, jetzt da nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt, vor allem in den Ost- oder man müsste korrekterweise sagen Mitteldeutschen Bundesländern? Und ich habe ihm gesagt, ich hätte Begeisterung erlebt, Enthusiasmus, Aufbruchstimmung. Das war ein Dammbruch, das war eine Sternstunde der Demokratie, ein Volksaufstand gegen die Arroganz einer unfähigen Elite. in Berlin. Und das ist Demokratie, nichts anderes. Staatsform der Alternativen, Staatsform des institutionalisierten Misstrauens des Wählers gegen die Bürger. Und es ist kein Zufall, dass das eben im Osten Deutschlands passiert ist. Im Osten des heutigen Deutschlands müsste man sagen, eben in Mitteldeutschland, wie mir die Teilnehmer immer wieder auch eingeschärft haben. Kein Wunder, dass das dort passiert ist, denn die Ostdeutschen, das sind Wirklichkeitsmenschen. Das sind Deutsche, die eben unten durch mussten, die den Zusammenbruch eines Staatswesens verkraften mussten, das durcheinanderwirbelnde Bruch in ihrer Biografie. Und das hat natürlich den Leuten einen akuten Realitätssinn eingeschärft, natürlich auch verbunden mit materiellen Entbehrungen und Verlusterfahrungen. Und dieses Realitätspotenzial, das nutzt man gar nicht in der Bundesrepublik, vor allem im Westen der Bundesrepublik. Der Westen hat auch gewaltige Leistungen vollbracht, aber die Wirklichkeitsmenschen sind da eher in der unmittelbaren Nachkriegszeit zugegen gewesen. Heute erleben wir natürlich auch die Späbfolgen einer Dekadenz, eines Überflusses, eines Erfolgs. Und da beginnt man eben abzuheben, da in diese Wolkenschiebereien der Ideologie und des Gutmenschentums, des Moralismus und auch der Arroganz und der Überheblichkeit. Und diese Überheblichkeit manifestiert sich momentan auch in den entsprechenden Bundestagsdebatten. gegenüber Ostdeutschland. Das ist ja ungeheuerlich und es ist eigentlich ein Wunder, dass sich da die Ost- bzw. Mitteldeutschen das so lange haben gefallen lassen. Aber jetzt also die rote Karte, das ist mehr als ein Denkzettel, das ist vielleicht eine Zensur und möglicherweise ist es auch ein Fundamentalumsturz in Parteiengefüge der Bundesrepublik. Und ich erinnere an diesen Punkt einfach noch einmal daran, dass der berühmte deutsche Philosoph Karl Jaspers in den 60er Jahren in diesem Buch, das ich hier schon öfters erwähnt habe, «Wohin treibt die Bundesrepublik?», festgehalten hat, dass die Parteien viel zu viel Macht haben in der Bundesrepublik, dass die Parteien sich den Staat unter den Nagel gerissen haben und dass diese Parteien dem Volk mit Misstrauen begegnen, sozusagen eine Art Demokratie des Misstrauens von oben nach unten. Dabei müsste es ja umgekehrt sein. Die Demokratie ist die Staatsform des Misstrauens des Bürgers gegenüber dem Staat. Und gegen diese obrigkeitliche Anmassung, verbunden natürlich mit einer durchschlagenden Inkompetenz, da wehren sich die Deutschen und die AfD, diese verteufelte Partei. Ja, um Himmels Willen, was stellt man sich vor? Kanzlerin Merkel hat die CDU ja so weit nach links geführt, dass rechts davon etwas entstehen musste. Die Ausmerzung des Konservativen, ironischerweise vorangetrieben, jetzt auch noch durch einen vermeintlich konservativen, nämlich den in den Seilen hängenden... Friedrich Merz, der ja selber jetzt zum Protagonist des Merkelismus geworden ist, eben verstanden als antikonservative CDU-Politik. Das musste dazu führen, dass sich aus der CDU eine Partei abspaltete, die dieses konservative oder liberalische... liberal-konservative Segment besetzt und die AfD ist eine liberal-konservative Partei, keine rechtsextremistische Partei, auch wenn sie extrem oft Recht hat in vielen politischen Debatten, meine Damen und Herren, von aussen betrachtet. Also hier muss sich sozusagen wieder fundamental etwas einrenken, sowohl innenpolitisch wie auch aussenpolitisch. Das war natürlich auch das Thema meiner Vorträge Deutschland im Moment. in einer Orientierungskrise. Das hat der Kanzler in seiner etwas trostlosen Generaldebatte diese Woche auch herausgestrichen. Wofür steht Deutschland? Fragezeichen. Er konnte allerdings seine eigene Frage nicht beantworten, weil ihn die Bundestagspräsidentin Julia Klöckner unterbrach. Und nachher hatte er vergessen, was er gefragt hatte. Aber diese Frage, wofür steht Deutschland, die muss wieder geklärt werden. Das muss übrigens jedes Land immer wieder klären. im Gespräch aller mit allen über alles. Und das ist eben in Deutschland nicht mehr jetzt der Fall gewesen. Da war ein Knopf drin, eine Gesprächsblockade. Darum wirken wir natürlich schweizerisch, gesprächstherapeutisch da auf die Situation ein. Da muss man wieder darüber reden. Und ich habe den Zuschauern gesagt, es ist wichtig, dass die Bevölkerung hier den Politikern den Takt vorgibt. Und vielleicht ist die Idee, nein, ich sage nicht vielleicht, auf jeden Fall ist die Idee, Mehr Schweiz wagen, direkte Demokratie, dass man mehr zu sagen hat, dass man die Politiker stärker kontrollieren kann. Selbstverständlich auch ein Föderalismus, der seinen Namen verdient. Gebietskörperschaften, Steuerwettbewerb, mehr Macht an die Kommunen, an die Bundesländer, weniger Macht an die Zentrale. Und drittens, ganz wichtig in der Aussenpolitik, schweizerische Neutralität auch für Deutschland. Deutschland ist heute auf dem Kriegspart gegen Russland. Man hat nichts gelernt aus der Geschichte. Man kann gar nicht so tief geschlafen haben im Geschichtsunterricht, meine Damen und Herren, wie das jetzt einige Politiker im Resultat ihrer Bestrebungen, da ihrer Kriegstreibereien gegen Russland vorführen. Das ist unglaublich und die muss man zurückpfeifen, weil die Lage ist hochdramatisch. Und ich sage das als Schweizer, wir haben auch kriegsbesoffene, kriegsberauschte Moralisten da im Bundesbären, die unbesehen der Konsequenzen die schweizerische Neutralität ausser Kraft gesetzt haben. Das ist der falsche Weg, meine Damen und Herren, das ist ein Irrweg. Deshalb, seien Sie dabei bei meinem Vortrag. Ich freue mich auf die Fortsetzung und ich kann Ihnen sagen, ich werde mit meiner Familie Erfurt besuchen. Erfurt, so beeindruckend, die Stadt der 100 Kirchen. Ich meine, ich habe noch nie einen Ort besucht, mit Ausnahme vielleicht von Rom, wo es so viele Kirchen gibt, Klöster. Die wissen gar nicht, was sie mit all den Kirchen und Klöstern machen sollen. Dann die wunderbar erhaltene Bausubstanz, die Via Regia, die alte Handelsstrasse des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Die Erfurter Reichgewort mit der Weitproduktion, diesem wunderbaren Blau, das an den Königshöfen als Farbstoff gefragt war. Es gibt einen Doppeldom. Über diesem grossen Platz, da zentral gelegen, wo auch Festivals stattfinden. Gleich daneben aber auch die trutzige Zitadelle, sozusagen das Sinnbild, die Zwingburg fürstlicher Machtenthaltung. Die Fürsten haben immer versucht, diese aufmüpfige Bevölkerung da runterzuknuten, runterzuknebeln. Aber die Erfurter, die stolzen Kaufleute, haben immer Widerstand geleistet. Einst wie heute. Also da gibt es nicht viel Neues unter der Sonne. Besonders beeindruckend war der Besuch im Stadthaus, im grossen Rathaus, gebaut 1875 mit einer natürlich kolossalen Inszenierung der deutschen Geschichte. Und siehe da, ein Gemälde zeigt einen gewissen Rudolf I. von Habsburg, wie er da die von ihm besiegten Raubritter vor sich hertreibt, stolz das Kninnen. aufgeregt und dieser Rudolf I. von Habsburg war kein geringer als jener deutsche König, der auch versucht hat, in der Schweiz hier etwas seine Territorien zu verdichten. Und dieser Rudolf I. von Habsburg hat natürlich bereits den Widerstand der Eidgenossen hervorgekitzelt, weil die eben nicht vom König dominiert werden wollten, sondern noch ältere Rechtsvorstellungen, ihre Freiheiten aufrechtzuerhalten. Trachtet nur diese Rudolf, der erste ist ja dann gestorben, sinnigerweise im Juli 1291. Und genau das Vakuum, das durch seinen Tod entstanden ist, diese arglistige Zeit, die hat dazu geführt, dass eben unsere Urkantone sich da zum Bundesbrief verschworen haben. Diese Beistandsbeurkundung auf eigene Kosten übrigens von Uri Schwyz und Unterwalden. Ja, da hängt eben viel... Vieles miteinander zusammen, die europäische Geschichte und plötzlich sieht man Spuren auch des Schweizerischen da in Erfurt in einem Rathaus, da natürlich ganz wichtig Martin Luther, der in Erfurt studiert hat, der Erfurter Nominalismus, die Abkehr da vom Geschwurbel des Universalismus, die Hinwendung zum Konkreten, zur Beobachtung, zur Wissenschaft, auch das ist von diesen Wirklichkeits- und Tatmenschen in Erfurt ausgelöst worden und last but not least... ist ja die Erfurter Universität sozusagen das Vorbild geworden der Universität Basel. Also schon in frühneuzeitlicher oder spätmittelalterlicher Zeit haben die deutschen Universitäten Nachhilfeunterricht den Schweizern gegeben, auch Professoren hierher gesendet. Hoch faszinierend jetzt für mich als Schweizer hier mal durchzureisen. Aber vorher war ich ja in Lübeck, ich war in Magdeburg, ich war in Dresden. Das sind natürlich alles fantastische... Städte Grossart. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung meiner Tournee und danke allen, die da mitgeholfen haben, die da dabei gewesen sind, auch den Veranstaltungsorten, dass sie uns die Räume zur Verfügung gestellt haben. Das ist eine grosse Freude, eine grosse Ehre. Jetzt noch ein Hinweis in eigener Sache. Ukraine, Friedenwagen, Diplomatie statt Deskalation am 16.09. ab 18 Uhr. Europäisches Parlament, eine Veranstaltung mit Tino Chrupalla, Roger Köppel, Julia Mendel. Und Prof. Dr. Hans Neuhoff, Julia Mendel ist die frühere Pressesprecherin von Volodymyr Selensky. Wir übertragen dieses Diskussionspanel. Ich freue mich, am Wochenende bin ich in Österreich, in Wien. Darf ich auch noch einen Vortrag halten? Und bei der FPÖ, da geht es um die 40 Jahre, ja auch die Entwicklung einer sehr interessanten europäischen Partei, der Haider-Partei. Und ich war ja damals im Jahr 2000, glaube ich, der Einzige, Ein Journalist im deutschen Sprachraum, der nach der Verhängung der Sanktionen, als eben die FPÖ zusammen mit der ÖVP an die Regierung gewählt wurde, Kanzler Schüssel, vielleicht erinnern Sie sich noch, da war ich der Einzige, der einfach geschrieben hat, dass diese EU-Sanktionen gegen Österreich komplett daneben sind und dass es lächerlich ist, den hochbegabten Politiker Jörg Haider, übrigens eine hochintelligente Persönlichkeit, natürlich auch auf den Fieberkurven des Lebens, unterwegs, dass man diesen Jörg Heider da irgendwo in den Zusammenhang der 30er Jahre hinein definiert. Das ist einfach unseriös. Hier diese Gleichschaltungen, diese Gleichsetzungen, diese Verharmlosungen letztlich auch jener Höllenabgründe der europäischen Geschichte, deren Folgen man ja heute besichtigen kann. Also da gibt es auch Interessantes zu sagen. Und am Sonntag bin ich dann bei links, rechts, Mitte in der Diskussionssendung bei Servus TV. Da reden wir auch über diese jetzt abgelaufene Woche. auf Noch verweisen auf meinen Pragmaticus, das ist ja die Sendung, die ich moderieren darf auf ServusTV. Wir beschäftigen uns jetzt mit Islam im Klassenzimmer. Was sind die Themen? Ja, die AfD verklagt den deutschen Kanzler strafrechtlich, weil sie sagt, das ist eine kreditschädigende Aussage, als er in der Bundestagsdebatte die Remigration, also die Ausschaffung krimineller, straffälliger oder nicht mit einem legalen Aufenthaltstitel ausgestatteten Asylbewerber, Ausländer, dass man das als ethnische Säuberung... Das war eine schlimme Entgleisung des Kanzlers, auch eine Entgleisung der Verzweiflung. Man merkte einfach, dieser Mann pfeift irgendwie aus dem letzten Loch. Wer war Friedrich Merz? Nachruf auf die seltsamste Kanzlerschaft der Bundesrepublik, Ralf Schuler, in der aktuellen Weltwoche. Das ist die Situation. Die CDU steht sozusagen vor ihrer eigenen... Beerdigung, wenn sie nicht aufpasst. Da löst sich eine Partei auf, die aufgehört hat, Partei zu sein, die eben nicht mehr die Grundsätze, das Parteiergreifen in den Vordergrund stellte, die Positionen, sondern nur noch die Interessen der Politiker, an die Macht, an bestimmte Pöstchen zu kommen. Die CDU ist eine Pöstchenpartei geworden. Und das ist die Stärke der AfD, zumindest in der Opposition. Mal sehen, ob sie es dann auch in der Regierungswirklichkeit umsetzen können. Die AfD ist eine Grundsatzpartei, darum können eben auch die Mitglieder der AfD in diesem grausamen Gegenwind stehen bleiben. Ich habe in Erfurt gestern auch noch einen der wichtigsten Strategen der Partei, eine einflussreiche Figur getroffen. Wir haben auch etwas die Lage besprochen, Björn Höcke. Das wird dann, nehme ich an, im Verlauf des heutigen oder morgigen Tages von meinen Kollegen eingespielt. Gestern das Gespräch in einem Kaffee mit Professor Patzelt. über die Situation nach den Wahlen der von mir sehr geschätzte Politikwissenschaftler der TU Dresden. der ja deutsch-deutsche Erfahrungen gemacht hat. Was sind Nachrichten? Ja, in der FAZ fragt man sich, was von den konservativ-liberalen Parteien bleibt. Das ist sozusagen, ich hätte jetzt fast gesagt Sterbebegleitung, nein, das ist der Versuch natürlich der CDU hier noch einmal Impulse zu geben. Ja, es ist etwas tragisch, dass diese Partei, die sich so viele Verdienste erworben hat bei der Neugründung der Bundesrepublik, dass die eben jetzt, wie Werner Patzl sagt, an ihrer eigenen Arroganz erstickt. Und so kann es eben nicht weitergehen. Die AfD baut ihren Vorsprung im Nordosten aus. Die Linke knapp vor CDU in Berlin. Jetzt müssen Sie sich das mal vorstellen. Die CDU ist von der Linkspartei überholt worden. Auch weil natürlich die CDU einen Bürgermeister stellte, der überhaupt nicht glaubwürdig rüberkam. Ein Wahlsieg ist kein Verbotsgrund. Und ja, die... Medien stehen jetzt zunehmend skeptisch diesen Forderungen nach Verboten. Das ist ja auch absurd lächerlich, diese ganzen Verfassungsschutz-Extravaganzen, dass man da die Opposition, die legitime, legale Opposition bespitzeln lässt. Das sind ja noch Gesetze im Schwange, Repressionsmethoden, der sich der Staat bedienen will. Ein neues Schnüffelgesetz, das eben den Inlandnachrichtendienst, nach dem Verfassungsschutz. die Möglichkeit geben soll, bei verdächtigen Rechtsextremen einfach in die Wohnung sich einzuschleichen, die Computer aufzumachen, wer weiss da, was die alles anstiften. Vielleicht laden sie dann gewissen unbeliebten Politiker oder unerwünschten Politiker und beliebten Politiker, laden sie da bestimmtes Material auf die Computer, machen dann Hausdurchsuchungen. Das sind Entgrenzungen des Oberigkeitsstaats und ich glaube, da ist es auch wichtig, dass die Bürger die demokratische Bevölkerung, der demokratische Souverän, dass die hier ganz klar ihr Veto einlegen. Carsten Linnemann, der mittlerweile Gesundheitsminister, sagt, wenn wir nicht schnell umsteuern, dann stellt sich für die Union die Existenzfrage. Das Problem der Union ist, dass sie kein Programm hat, beziehungsweise dass nicht der Wille da ist, auch das, was am Programm vorhanden ist, dieses auch durchzusetzen. Friedrich Merz hat die CDU schachmatt gesetzt mit seiner Er hat die Brandmauer über die Interessen des Landes gestellt. Die Strafanzeige haben wir bereits angesprochen. Heute vor 25 Jahren hat der Terroranschlag der Al-Qaida auf New York, auf Washington stattgefunden, in den USA, Krieg gegen Terror. Das wurde als grosse Zeitenwende damals bezeichnet. Es war schon ein bedeutender, ein gewaltiger Einschnitt. natürlich für die Amerikaner das erste Mal, dass so eine Art Angriff auf ihrem Boden überhaupt stattfand und dann eben das Übersteuern im Zweiten Irak-Krieg. Die Vorlage von Kriegsgründen, die sich dann als falsch erwiesen haben, umso kritischer sollte man sein, wenn heute ohne fassbare Beweise eine Bundesregierung Russland mit schwerwiegenden Anschuldigungen behelligt. Ich spreche von diesem Drohnen-Zwischenfall. von Leipzig, dieser Fusstritt-Throne. Russland, man müsste sich ja dann eigentlich gar keine Sorgen machen, wenn Russland auf diese dilettantische Art und Weise den Krieg eskalieren würde auf deutsches Gebiet. Aber eben irgendwie nicht nachvollziehbar, wie die Medien so unkritisch diesen fadenscheinigen Ausführungen da folgen konnten, vor dem Hintergrund, dass eben 9-11 ja dann auch zu so einer Fake-Kriegsbegründung führte durch den damaligen Verteidigungsminister Colin Powell. Die bemerkenswerte Botschaft des NATO-Generalsekretärs Mark Rütte nach dem Wahlsieg der AfD. Ja, Mark Rütte war in Berlin der NATO-Chef, NATO-Generalsekretär und er hat einfach gesagt, ja, ist doch kein Grund, jetzt da in Panik auszubrechen, sinngemäss, wegen der AfD. Resultate, die NATO arbeitet mit Deutschland zusammen, egal wer da jetzt die Regierungsgeschäfte führt. Niederländische Gelassenheit, ein wichtiger Impuls in das sehr aufgeregte, daueraufgeregte, zu Recht auch aufgeregte, abgehobene, überhebliche Lebenswirklichkeit der Leute aus den Augen verlierende Establishment in Berlin. Angela Merkel hat bei einer Lesung, sie die ja eigentlich eine Hauptursache des Aufstiegs der AfD ist, sie hat gesagt, man dürfe die Themen der AfD nicht übernehmen, sondern man muss überzeugende Lösungen bringen. Das ist auch so ein Klischeespruch wie, wir müssen den Leuten die Politik erklären besser. Dabei haben die Leute die Politik besser verstanden als die, die sie ihnen erklären wollen. Und Angela Merkel, ja, wir müssen die Lösungen bringen. Die AfD präsentiert ja Lösungen, es sind einfach andere Lösungen als die der etablierten Politik. Das sind auch hilflose Analysen jetzt da auf die ganze... Geschichte. Werner Herzog übrigens, der bedeutende deutsche Regisseur, sagt Folgendes. Wenn eine solche politische Kraft, gemeint ist die AfD, sich auf einmal am äusseren Rand entfaltet, muss das einen Hintergrund haben. Dafür braucht es eine politische Antwort, die so viel Kraft hat, dass die Ränder Ränder bleiben. So einfach ist das. Ein Parteiverbot können nur Kretins fordern. Werner Herzog. Ich danke Ihnen ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. Das war es von der Woche Daily International. Ich werde mich jetzt dann etwas hinlegen, denn bis jetzt war ich direkt von Erfurt einfach im Auto unterwegs. Aber ich bin schon bald wieder zurück in Deutschland. Ich freue mich darauf. Ich könnte eigentlich mein Leben noch gut so gestalten, dass man da immer Vortragsreisen unterwegs ist. Ich finde das noch interessant. Es ist sehr, sehr lehrreich und auch anspruchsvoll natürlich. zwingt einen dazu, Sich wirklich ganz tief, weil du musst das ja dann live rüberbringen, sich wirklich ganz vertieft mit der Sache auseinanderzusetzen und ein Gefühl dafür zu entwickeln, was läuft. Also nochmals vielen herzlichen Dank allen Beteiligten, die das möglich gemacht haben. Ich freue mich dann auf die Fortsetzung im November. Bis dann, alles Gute, einen schönen Tag und ein geruhsames Wochenende. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.