Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius will die militärische Zusammenarbeit mit der Ukraine durch gemeinsame Rüstungsprojekte und die Entwicklung neuer Waffensysteme ausbauen. Dies sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch in Kiew. Ziel der Reise sei es, die strategische Partnerschaft beider Länder zu stärken und neue Gemeinschaftsunternehmen anzustossen.
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«Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte», sagte Pistorius. Im Mittelpunkt stehe die Entwicklung «modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich deep strike». Dabei handelt es sich um Waffen, die Ziele tief im Hinterland eines Gegners angreifen können.
Nach Angaben des Ministers plant die Bundesregierung weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen. Deutschland wolle dabei von den Erfahrungen der Ukraine im Krieg profitieren. Zudem solle über die Plattform «Brave One» die Förderung innovativer Entwickler ausgebaut werden.
Die Ukraine hat ihre eigene Rüstungsproduktion seit Beginn des russischen Einmarschs stark erweitert und gilt inzwischen als führend bei militärischen Drohnensystemen. Deutschland zählt zugleich zu den wichtigsten Unterstützern Kiews. Zuletzt vereinbarten beide Länder eine strategische Partnerschaft mit zusätzlicher Militärhilfe. Geplant sind unter anderem die Lieferung weiterer Iris-T-Systeme, die Finanzierung von Patriot-Raketen sowie die gemeinsame Produktion von Drohnen mittlerer und grösserer Reichweite.