Verteidigungsminister Boris Pistorius plant laut Insiderangaben von Reuters einen markanten Ausbau des deutschen Wehretats: Ab 2025 soll das reguläre Verteidigungsbudget auf über 60 Milliarden Euro steigen – ein Plus von mehr als 10 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Wie zwei mit dem Vorgang vertraute Quellen der Nachrichtenagentur erklärten, will Pistorius die jährlichen Ausgaben in dieser Höhe über mindestens vier Jahre hinweg halten. Ziel sei es, die Bundeswehr langfristig leistungsfähiger zu machen. Bereits 2024 betrug der reguläre Wehretat 52 Milliarden Euro, ergänzt durch 20 Milliarden Euro aus einem 100-Milliarden-Sonderfonds, der infolge des Ukraine-Kriegs aufgelegt wurde und bis 2028 aufgebraucht sein soll.
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Ein zweiter Informant sprach sogar von einem konkreten Zielwert von rund 63 Milliarden Euro für das kommende Jahr. Das Bundesverteidigungsministerium äusserte sich offiziell nicht zu den Zahlen und verwies darauf, dass der Haushaltsprozess für 2025 noch nicht abgeschlossen sei.
Der SPD-Minister ist das einzige Kabinettsmitglied der Vorgängerregierung, der unter dem neuen CDU-Kanzler Friedrich Merz im Amt bleibt. Der Druck, die Verteidigungsausgaben massiv zu steigern, kommt nicht nur von innenpolitischer Seite. Auch die US-Regierung unter Donald Trump fordert lautstark, dass Europa mehr Eigenverantwortung in der Nato übernehmen müsse.