Sahra Wagenknecht hat im Ukraine-Krieg neue diplomatische Bemühungen gefordert. Die frühere Vorsitzende des Bündnisses Sahra Wagenknecht sagte dem Sender Welt TV, sie unterstütze die Forderung von Ex-Kanzlerin Angela Merkel nach mehr Gesprächen mit Russland ausdrücklich.
Zugleich kritisierte Wagenknecht die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz scharf. Dass es mittlerweile Angela Merkel brauche, um die Bundesregierung und den Kanzler darauf hinzuweisen, dass Deutschland und Europa bei diplomatischen Bemühungen nicht abseitsstehen sollten, sei ein Zeichen dafür, «wo wir heute in Deutschland stehen», sagte Wagenknecht. Es sei «keine kluge Idee», die Verhandlungen faktisch US-Präsident Donald Trump zu überlassen. Diesen bezeichnete sie als «schwer berechenbaren oder, man kann sagen, unzurechnungsfähigen US-Präsidenten».
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Den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler einzusetzen, bezeichnete Wagenknecht als «gar keine schlechte Idee». Schröder habe weiterhin Zugang zu Putin und verfüge über eine gewisse Vertrauensbasis. Zunächst müsse es darum gehen, überhaupt wieder Gespräche in Gang zu bringen. Die Bundesregierung habe stattdessen alles zurückgewiesen, ohne eigene Vorschläge vorzulegen.
Wagenknecht kritisierte zudem die deutsche Unterstützung für die Ukraine. Deutschland «melke den deutschen Steuerzahler» und überweise «Milliarden und Abermilliarden an die Ukraine, um diesen Krieg am Laufen zu halten». Das sei «keine zielführende Politik».
Den Vorwurf, Russland stelle für Gespräche lediglich Maximalforderungen auf, wies Wagenknecht zurück. Verhandlungen bedeuteten nicht automatisch, Forderungen zu akzeptieren. Entscheidend sei zunächst, direkte Gesprächskanäle wiederherzustellen. Ohne Gespräche drohe der Krieg weiterzugehen. «Dann geht dieser Krieg ewig weiter. Und jeden Tag sterben Hunderte junge Männer an dieser schrecklichen Front», sagte Wagenknecht.