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USA: In Florida sollen Jugendliche ab vierzehn Jahren arbeiten dürfen

Im US-Bundesstaat Florida wird derzeit ein Gesetzesentwurf diskutiert, der die bestehenden Kinderschutzgesetze erheblich aufweichen würde. Ziel ist es, die massive Arbeitskräftelücke im Bundesstaat zu schliessen – notfalls mit Hilfe von Minderjährigen. Laut Euronews sollen Jugendliche bereits ab vierzehn Jahren künftig auch nachts an Schultagen arbeiten dürfen, was nach aktueller Gesetzeslage untersagt ist.

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A student from the Lutz School for Work Experience cleans St. Luke\'s Episcopal Church
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Die Initiative wird vom republikanischen Gouverneur Ron DeSantis unterstützt, der auch die harte Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump mitträgt. DeSantis sagte gegenüber CNN: «Warum sagen wir, wir müssen Ausländer importieren – sogar illegal –, wenn früher Teenager in diesen Resorts gearbeitet haben?»
Ein Bericht der US-Handelskammer vom Dezember 2024 nennt Florida als einen der am stärksten betroffenen Bundesstaaten: Dort kommen nur 53 Arbeitskräfte auf 100 offene Stellen. Besonders betroffen seien die Bereiche Bauwesen, Transport und Industrie. Der Anteil von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund liegt im Bauwesen bei rund einem Drittel. Die staatlich verordnete Überprüfung des Aufenthaltsstatus bei Unternehmen mit mehr als 25 Angestellten verschärft die Situation zusätzlich.

Der Gesetzesentwurf sieht unter anderem vor, dass 16- und 17-Jährige ohne garantierte Essenspausen arbeiten dürfen. Zudem sollen bisherige Beschränkungen bei der Arbeitszeit aufgehoben werden – auch für 14- und 15-Jährige, die zu Hause unterrichtet werden.

Kritik kommt unter anderem vom Florida Policy Institute, das vor «gesundheitlichen Risiken und Gefährdungen des Wohlbefindens» für Kinder warnt. Gegner des Gesetzes befürchten einen Rückschritt in Richtung Frühkapitalismus – in einem Land, das sich gerne als moralisches Vorbild präsentiert.

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