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USA beschlagnahmen russischen Öltanker im Nordatlantik

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USA beschlagnahmen russischen Öltanker im Nordatlantik
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Die USA haben im Nordatlantik einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker festgesetzt. Nach Angaben der US-Streitkräfte erfolgte die Aktion wegen «Verstössen gegen US-Sanktionen». Das Schiff soll zuvor über zwei Wochen hinweg verfolgt worden sein.

Laut US-Regierungsquellen handelt es sich um das Frachtschiff «The Marinera», das zuvor unter dem Namen «Bella 1» Öl aus Venezuela und dem Iran transportiert haben soll. Der Tanker habe sich im Atlantik zwischen Island und Schottland befunden, als er von US-Kräften geentert wurde. Zuvor habe das Schiff seine Route abrupt geändert, mutmasslich um einer Kontrolle durch die US-Küstenwache zu entgehen. Das US-Heimatschutzministerium leitete die Operation, unterstützt durch das Militär.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
An oil tanker steams on Lake Maracaibo, Venezuela, Wednesday, Jan
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NBC News und Politico bestätigen unter Berufung auf US- und europäische Beamte die Festsetzung. CBS und das Wall Street Journal berichten, Russland habe ein U-Boot und weitere Schiffe zur Absicherung des Tankers entsendet. Auch ein britisches Aufklärungsflugzeug soll in der Region unterwegs gewesen sein.

Die USA werfen Russland vor, mit alten Tankern gezielt Sanktionen zu umgehen. Für Schiffe, die Öl aus Venezuela transportieren, gelte eine Seeblockade. Diese war bereits unter der ersten Präsidentschaft Donald Trumps im Rahmen der Venezuela-Sanktionen eingerichtet worden.

Moskau zeigte sich laut der staatlichen Agentur Tass «besorgt» über die «aussergewöhnliche Situation». Der Tanker bewege sich in internationalen Gewässern und unterliege dem Schutz des Seerechts. Die russische Regierung kritisierte das Vorgehen der USA und der Nato als unangemessen, insbesondere weil das Schiff sich rund 4000 Kilometer von der US-Küste entfernt befunden habe.

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