US-Vizepräsident J. D. Vance hat die Kritik von Papst Leo XIV. am Iran-Krieg scharf zurückgewiesen und dem Pontifex mangelnde theologische Kenntnisse vorgeworfen. Vance erklärte bei einer Veranstaltung, die Aussagen des Papstes seien nicht «in der Wahrheit verankert» und mahnte: «Es ist, denke ich, sehr, sehr wichtig, dass der Papst vorsichtig ist, wenn er über Fragen der Theologie spricht.»
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Auslöser des Streits ist eine öffentliche Stellungnahme des Papstes, in der dieser militärische Gewalt grundsätzlich verurteilte. «Gott segnet keinen Konflikt», schrieb Leo XIV. und ergänzte, ein Christ stehe «niemals auf der Seite derjenigen, die einst das Schwert führten und heute Bomben abwerfen». Vance widersprach und stellte die Frage, ob diese Logik auch für historische Konflikte wie den Zweiten Weltkrieg gelten solle, etwa bei der Befreiung Europas durch alliierte Truppen.
Der Konflikt ist Teil eines breiteren Schlagabtauschs zwischen Washington und dem Vatikan. US-Präsident Donald Trump hatte den Papst zuvor scharf angegriffen und ihn als «schwach» sowie als «Katastrophe» in der Aussenpolitik bezeichnet. Gleichzeitig verwies er auf die iranische Gewalt gegen Demonstranten und betonte, ein Atomwaffenbesitz Teherans sei «absolut inakzeptabel».