EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen warnt vor einer anhaltenden Abhängigkeit Europas von importierter Energie und betont die Rolle der Kernenergie. Dies sagte sie zum Auftakt einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktionsspitzen. Die aktuelle Energiekrise zeige, dass die Versorgung mittelfristig neu ausgerichtet werden müsse.
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Von der Leyen erklärte: «Dies ist die zweite Energiekrise, die wir innerhalb von vier Jahren erleben. 2022 hat Putin uns das russische Gas gesperrt. Und jetzt ist es die Strasse von Hormus.» Die grosse Abhängigkeit von importierter fossiler Energie mache Europa verwundbar. Seit Beginn der Nahost-Krise seien 27 Milliarden Euro zusätzlich für Gas- und Ölimporte ausgegeben worden, «ohne ein einziges Molekül an Energie zusätzlich zu bekommen».
Als Konsequenz fordert die Kommissions-Präsidentin, die Energieproduktion in Europa auszubauen. «Diese Abhängigkeit müssen wir reduzieren. Und dafür müssen wir unsere günstigere Energie, die wir hier in Europa selbst produzieren, ausbauen», sagte sie. Mehrere europäische Staaten setzten dabei auf eine Kombination aus erneuerbaren Energien und Kernenergie. «Diese Energien werden in Europa erzeugt. Sie belasten das Klima weit weniger. Und die Kernenergie ist grundlastfähig.»
Von der Leyen verwies zudem auf neue Technologien wie kleine modulare Reaktoren, an denen mehrere Staaten arbeiten. Die EU-Kommission wolle, dass auch Mitgliedstaaten entsprechende Entwicklungen vorantrieben. In Deutschland diskutiert die Union parallel über energiepolitische Massnahmen, darunter technologische Initiativen im Bereich Kernenergie.