Die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung hat laut gegenwärtigem ZDF-Politbarometer einen neuen Höchststand erreicht. 71 Prozent der Befragten bewerten die Arbeit der Koalition aus CDU/CSU und SPD als «eher schlecht». Das ergab die Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen. Nur 25 Prozent stellen der Regierung noch ein positives Zeugnis aus.
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Auch Bundeskanzler Friedrich Merz verliert weiter an Rückhalt. Ebenfalls 71 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Lediglich 26 Prozent bewerten seine Amtsführung positiv. Damit haben sich die Werte im Vergleich zum Monatsanfang nochmals verschlechtert. Damals äusserten sich 68 Prozent kritisch über Merz und 69 Prozent negativ über die Bundesregierung.
Besonders gering ist inzwischen das Vertrauen in die angekündigten Reformpläne der Regierung. Schwarz-Rot hatte angekündigt, bis zum Sommer Vorschläge zu Steuern, Arbeitsmarkt und Renten vorzulegen. Doch nur noch 24 Prozent glauben laut Politbarometer, dass die Koalition dieses Vorhaben tatsächlich rechtzeitig umsetzt. Drei Viertel der Befragten rechnen nicht mehr damit.
Dabei hält eine grosse Mehrheit Reformen grundsätzlich für notwendig. 89 Prozent sagen, Deutschland brauche tiefgreifende Veränderungen etwa bei Renten, Gesundheitssystem oder Arbeitsmarkt – selbst wenn diese mit finanziellen Belastungen verbunden seien. Gleichzeitig zweifeln viele daran, dass die Bevölkerung bereit ist, solche Einschnitte tatsächlich mitzutragen. Drei Viertel sehen keine ausreichende Reformbereitschaft im Land.
Die Bereitschaft zu persönlichen Opfern bleibt begrenzt. Nur 3 Prozent wären laut Umfrage bereit, «sehr grosse» Belastungen zu akzeptieren. 29 Prozent würden grössere Einschnitte mittragen. Die Mehrheit der Befragten wäre hingegen nur zu kleineren oder gar keinen Belastungen bereit.
In der Sonntagsfrage bleibt die AfD mit 26 Prozent stärkste Kraft. Die Union fällt auf 24 Prozent zurück. Die Grünen verbessern sich auf 15 Prozent, während SPD und Linke jeweils bei 12 Prozent liegen. Die FDP bleibt mit 3 Prozent klar unter der 5-Prozent-Hürde.