Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert einen offensiveren politischen Umgang mit der AfD und warnt vor den Folgen eines weiteren Erstarkens der Partei. Das sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur DPA. Er sprach sich dafür aus, den Wählern die Konsequenzen einer Unterstützung der AfD deutlicher aufzuzeigen.
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«Wir müssen auch mal sagen, was passiert, wenn die Menschen leichtfertig der AfD die Stimme geben», sagte Günther. Die Partei könne nicht länger einfach ignoriert werden. Sie rede Deutschland schlecht, wolle die Gesellschaft spalten und würde mit ihrem Programm der Wirtschaft schaden, Arbeitsplätze gefährden und das Leben der Menschen verteuern. «Das ist unpatriotisch», erklärte der CDU-Politiker.
Zugleich distanzierte sich Günther vom Begriff der «Brandmauer». Dieser sei «irreführend» und erleichtere es der AfD, sich als ausgegrenzte Kraft darzustellen. Entscheidend sei nicht ein Schlagwort, sondern die klare politische Abgrenzung. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss der CDU-Landesvorsitzende erneut aus. Wer sich als christdemokratisch oder liberalkonservativ verstehe, könne mit einer rechtsextremistischen Partei keine Gemeinsamkeiten haben. Diese stehe gegen Europa, gegen die Nato und gegen Grundlinien deutscher Nachkriegspolitik, wie sie von Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Angela Merkel geprägt worden seien.