Der Krieg mit Iran könnte weltweit mehr als 32 Millionen Menschen in die Armut treiben. Dies berichtet der Guardian. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) warnt vor einem «Dreifachschock» aus steigenden Energie- und Lebensmittelpreisen sowie schwächerem Wirtschaftswachstum.
Laut UNDP könnten im schlimmsten Szenario bis zu 32,5 Millionen Menschen unter die internationale Armutsgrenze fallen. Besonders betroffen seien Entwicklungsländer und energieimportierende Staaten in Afrika, Asien sowie kleinere Inselstaaten.
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UNDP-Chef Alexander De Croo erklärte: «Ein Konflikt wie dieser ist eine Umkehr der Entwicklung.» Selbst bei einem Ende der Kämpfe seien die wirtschaftlichen Folgen bereits spürbar. «Man wird dauerhafte Auswirkungen sehen, besonders in ärmeren Ländern, wo Menschen zurück in die Armut gedrängt werden.»
Auslöser der Entwicklung sind stark gestiegene Energiepreise nach Angriffen auf Teheran und die zeitweise Blockade der Strasse von Hormus durch Iran. Dies beeinträchtigt den globalen Öl- und Gasmarkt und wirkt sich auch auf Düngemittel und Lieferketten aus.
Das UNDP fordert gezielte Hilfsmassnahmen für besonders betroffene Haushalte. Temporäre Direktzahlungen könnten laut Bericht mit rund 6 Milliarden Dollar die schlimmsten Folgen abfedern. Pauschale Subventionen lehnt die Organisation hingegen als ineffizient ab.
Gleichzeitig verweist die Organisation auf eine sinkende Entwicklungshilfe. Industrieländer haben ihre Ausgaben zuletzt deutlich reduziert, was die Lage in ärmeren Staaten zusätzlich verschärfen könnte.