Jens Spahn ist mit mehr als 86 Prozent der Stimmen erneut zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt worden. Von 196 abgegebenen Stimmen entfielen 167 auf Ja, 26 auf Nein, drei Abgeordnete enthielten sich. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.
Im Vorjahr galt eine Wiederwahl Spahns noch als ungewiss, wie die Bild-Zeitung berichtet. Hintergrund war unter anderem Kritik aus der Fraktion nach der gescheiterten Unterstützung für die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf bei einer Richterwahl. Ein Teil der Abgeordneten hatte sich damals gegen seinen Vorschlag gestellt.
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In der Folge intensivierte Spahn laut Darstellung seine Kontakte innerhalb der Fraktion und suchte vermehrt das Gespräch mit einzelnen Abgeordneten. Beobachter führen das Wahlergebnis auch darauf zurück, dass er sein Auftreten angepasst habe. Gleichzeitig setzte er in Konfliktlagen auf ein entschiedeneres Vorgehen, etwa bei internem Widerstand gegen die Rentenpolitik der Bundesregierung.
Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte demnach Spahns Rolle bei der Stabilisierung der Fraktion. Auch die Zusammenarbeit mit SPD-Fraktionschef Matthias Miersch habe sich verbessert.