Sechs Wochen nach seiner Amtsübernahme als Bundeskanzler gewinnt Friedrich Merz offensichtlich an Rückhalt in der Bevölkerung. Laut dem aktuellen RTL/N-TV-Trendbarometer zeigen sich 43 Prozent der Deutschen zufrieden mit seiner Arbeit – ein Zuwachs von fünf Punkten gegenüber Ende Mai. Die Union steigt gleichzeitig in der Sonntagsfrage im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 28 Prozent und erreicht damit erstmals seit März wieder das Ergebnis der letzten Bundestagswahl.
HANNIBAL HANSCHKE / KEYSTONE
Besonders hoch ist die Zustimmung für Merz unter Anhängern von CDU/CSU (80 Prozent) und – bemerkenswerterweise – auch von SPD-Wählern (59 Prozent). Deutlich kritisch bleiben hingegen die Sympathisanten der Linken (73 Prozent unzufrieden) und der AfD (87 Prozent unzufrieden).
Während SPD (14 Prozent) und Grüne (11 Prozent) stagnieren, verliert die AfD einen Punkt und kommt nun auf 23 Prozent. Die Linke rutscht leicht auf 10 Prozent. FDP und BSW liegen weiterhin bei jeweils 4 Prozent und würden damit den Einzug in den Bundestag verpassen.
Auch bei der Frage nach politischer Problemlösungskompetenz zeigt sich ein positiver Trend für die Union: 27 Prozent der Befragten sehen sie als fähigste Partei – ein Punkt mehr als zuletzt. Die AfD verliert auch hier an Zuspruch (10 Prozent). SPD, Grüne und Linke verharren bei schwachen Werten zwischen 5 und 7 Prozent. Bemerkenswert: 44 Prozent der Bürger trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.
Ein leichter Hoffnungsschimmer zeigt sich bei den Wirtschaftserwartungen: 29 Prozent glauben an eine Verbesserung der Lage – zehn Punkte mehr als im April. Dennoch bleibt der Pessimismus dominant: 47 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.