Die Ukraine meldet eine kritische Verknappung ihrer Flugabwehr-Raketen. Mehrere Abschussvorrichtungen seien nur noch teilweise bestückt, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat laut der Nachrichtenagentur Ukrinform am Freitag. Das Land bereite sich zugleich auf weitere russische Luftangriffe vor.
«Heute sind die Abschussvorrichtungen bestimmter Einheiten und Batterien halb leer – und das ist noch milde ausgedrückt», sagte Ihnat. Die Systeme verfügten nur noch über eine begrenzte Zahl an Raketen. Besonders bei der Abwehr von Raketenangriffen bleibe die Ukraine auf westliche Luftverteidigungssysteme angewiesen. Zwar setze das Land bei der Bekämpfung russischer Langstreckendrohnen zunehmend auf eigene Technologien wie Abfangdrohnen, mobile Feuergruppen und elektronische Kriegsführung. Für die Raketenabwehr seien jedoch weiterhin ausländische Systeme entscheidend.
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Seit Beginn des Krieges vor mehr als vier Jahren habe die Ukraine wiederholt Verzögerungen und Unterbrechungen bei Lieferungen von Luftabwehrsystemen erlebt. Zusätzlicher Druck entstehe nun dadurch, dass entsprechende Systeme auch im Krieg zwischen den USA, Israel und Iran stark beansprucht würden.
«Heute befinden wir uns wegen bestimmter Lieferprobleme bei Raketen auf kurzen Rationen», sagte Ihnat weiter. Teilweise habe Kiew bei Verbündeten um lediglich fünf bis zehn Raketen für Systeme wie NASAMS und IRIS-T bitten müssen.