Im Ringen um weitere Militärhilfe für die Ukraine wächst der Druck auf US-Präsident Donald Trump. Die Europäische Union verlangt mehr Engagement – insbesondere bei der Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen. «Trump muss den Beitrag der USA leisten und die Last teilen», zitiert das Portal Politico einen hochrangigen EU-Diplomaten. Die USA hätten zwar angekündigt, Europa mit Waffen zu beliefern, doch die entscheidenden Patriot-Systeme sollen bislang nicht darunter sein.
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Die Forderung der EU fällt in eine heikle Phase: Trump will Russland mit Strafzöllen unter Druck setzen, gleichzeitig aber keine Langstreckenwaffen an Kiew liefern. Ein indirektes Waffentauschmodell sieht vor, dass europäische Länder ihre eigenen Bestände an die Ukraine abgeben – und später von den USA ersetzt bekommen. Doch laut Brüssel geht das nicht ohne amerikanische Patriots.
Auch die deutsche Regierung sieht die USA in der Pflicht. Verteidigungsminister Boris Pistorius betonte mehrfach, Deutschland gehe bereits «an die Grenzen des Machbaren». Die Bundesregierung hat der Ukraine mehrere Patriot-Systeme zugesagt – mehr sind laut Berlin nicht möglich, solange Washington keine weiteren liefert.
Der von Politico zitierte EU-Beamte sagt: «Wir haben den Eindruck, Trump will uns in der Luft hängen lassen.» Die transatlantische Solidarität steht auf dem Prüfstand.