Die Ukraine erwartet beim Nato-Gipfel im Juli neue Gespräche über finanzielle Unterstützung für den Abwehrkampf gegen Russland. Dies sagte der ukrainische Botschafter in der Türkei, Nariman Dscheljaljow, laut der Nachrichtenagentur Reuters. Kiew hoffe zudem, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj am Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara teilnehmen werde.
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Die Ukraine wolle erreichen, dass die Nato-Mitglieder ihre Unterstützung für einen späteren Beitritt des Landes zum Militärbündnis erneut bekräftigen. Zugleich dränge Kiew auf ein Finanzierungsmodell, bei dem jedes Nato-Mitglied einen kleinen Teil seines Budgets zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit beiträgt. «Wir sagen nicht, gebt uns 100 Prozent, sondern nur einen sehr kleinen Teil», sagte Dscheljaljow.
Der Vorschlag hatte bislang innerhalb der Allianz nur begrenzte Unterstützung gefunden. Nato-Generalsekretär Mark Rutte hatte zuletzt erklärt, er glaube nicht, dass eine solche Regelung akzeptiert werde. Hintergrund sind auch Spannungen zwischen den USA und europäischen Nato-Staaten über die künftige Lastenverteilung innerhalb des Bündnisses. US-Präsident Donald Trump fordert seit längerem deutlich höhere Verteidigungsausgaben der europäischen Partner.
Dscheljaljow begrüsste zudem die Vermittlungsbemühungen der Türkei zwischen Kiew und Moskau. Die Ukraine sei bereit für Gespräche mit Russland auf Ebene der Staatschefs. Die Türkei sei dafür ein geeigneter Ort, da sie Kontakte zu beiden Seiten unterhalte und bereits frühere Verhandlungen ausgerichtet habe.