Das Englische hat einen reichen Schatz an Redewendungen, deren deutsche Entsprechung oft weniger aussagekräftig ist.
Drei beschreiben den Zwist von Kanzler Friedrich Merz und US-Präsident Donald Trump: call one’s bluff, put your money where your mouth is und eat crow.
Trump droht, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Das ist ein Bluff, dienen diese Soldaten doch weniger der Verteidigung Deutschlands als der Projektion amerikanischer Macht in Europa.
Merz könnte den Bluff platzen lassen, indem er einen drauflegt: Warum schliessen wir nicht gleich eure Stützpunkte bei uns?
Doch dann müsste er – so die englische Redewendung – Geld in seine Worte investieren. Anders ausgedrückt: Worten Taten folgen lassen.
Das tut er nicht, stattdessen «frisst er eine Krähe» – er kriecht zu Kreuze. Beim Truppenbesuch lobte Merz nun die militärische Partnerschaft mit den USA über den grünen Klee. Seine Kritik an Trump? War nicht so gemeint.
Fragt sich nur: Was meint er wirklich?