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Trumps Zollhammer: Gejammer in den Schweizer Zeitungen, US-Medien reagieren überrascht

Die Schweizer Medienlandschaft reagiert mit einer Mischung aus Schock, Kritik und Analyse auf die Ankündigung der USA, ab dem 7. August 2025 Zölle von 39 Prozent auf Schweizer Importe zu erheben. Der Tenor ist durchwegs besorgt.

Der Blick wählt dramatische Schlagzeilen wie «Zollhammer» oder «Super-GAU» und rückt die Person Donald Trump sowie das Scheitern der Verhandlungen als persönliche Niederlage für den Bundesrat ins Zentrum.

© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Le message de la Presidente de la Confederation suisse Karin Keller-Sutter poste sur X (anciennement Twitter) concernant les Droits de douane, est visible sur un smartphone devant une portrait du President Trump le vendredi 1 aout 2025 a Lausanne
© KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die NZZ und SRF schlagen einen analytischeren Ton an und stellen die wirtschaftlichen Konsequenzen in den Vordergrund. Die Zölle werden als «sehr ernsthafte Bedrohung» und «massiv und ungerechtfertigt» bezeichnet. Die Bestürzung sei parteiübergreifend, ebenso die Forderung nach einer entschlossenen Reaktion der Schweiz.

Der Bundesrat wird in allen Medien mit seiner Reaktion des «grossen Bedauerns» und dem Wunsch nach einer Verhandlungslösung zitiert. Unisono wird hervorgehoben, dass dieser hohe Zollsatz eine Überraschung war und die Schweiz im Vergleich zur EU, die sich auf 15 Prozent einigen konnte, deutlich schlechter dastehe.

Die Medien in den USA zeigen sich nicht weniger überrascht über die Massnahme. Die neuen Zölle seien «eine historisch hohe Belastung», so die Washington Post. Gegenüber dem tieferen Satz für die EU bleibe die Schweiz aussen vor, stellt die Nachrichtenagentur Associated Press fest.

Das Wall Street Journal analysiert, der Schritt werde vor allem im Luxussegment für eine dramatische Preissteigerung sorgen. Das könne beispielsweise den Markt für gebrauchte Luxusuhren in den USA weiter anheizen.

Das Portal Market Watch zitiert einen Ökonomen, der die Höhe der Zölle kritisch sieht. Die USA seien heute nicht mehr «der grosse Markt», der sie einst waren. Nur 16,3 Prozent der Schweizer Exporte gingen nach Amerika.

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