US-Präsident Donald Trump prüft eine Reduzierung der amerikanischen Truppen in Deutschland. Dies schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Eine Entscheidung solle in Kürze getroffen werden.
Der Vorstoss folgt auf einen offenen Konflikt mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Trump schrieb: «Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!» und fügte hinzu: «Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!» Hintergrund sind Äusserungen von Merz zum Iran-Krieg. Der Kanzler hatte den USA vorgeworfen, «ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen» zu sein.
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Merz versuchte am Mittwoch, die Lage zu entschärfen. In Berlin sagte er, das persönliche Verhältnis zu Trump sei «unverändert gut». Zugleich hielt er an seiner Kritik fest und verwies auf wirtschaftliche Risiken sowie mögliche Folgen für die Energieversorgung.
Nach Angaben der US-Armee sind derzeit rund 86.000 amerikanische Soldaten in Europa stationiert, etwa 39.000 davon in Deutschland. Standorte wie Ramstein oder das United States European Command in Stuttgart gelten als zentrale Drehscheiben für militärische Einsätze.
Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte Trump einen Teilabzug aus Deutschland angeordnet, der jedoch nicht vollständig umgesetzt und später gestoppt wurde.