Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Trotz Betrugsvorwürfen: EU-Parlament blockiert Ermittlungen gegen CSU-Abgeordnete

Anhören ( 1 min )
Trotz Betrugsvorwürfen: EU-Parlament blockiert Ermittlungen gegen CSU-Abgeordnete
Trotz Betrugsvorwürfen: EU-Parlament blockiert Ermittlungen gegen CSU-Abgeordnete
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Das Europäische Parlament hat die Aufhebung der Immunität der CSU-Abgeordneten Angelika Niebler abgelehnt und damit weitere Ermittlungen gegen die Politikerin blockiert. Die Abgeordneten stimmten mit 309 zu 283 Stimmen bei 53 Enthaltungen gegen einen entsprechenden Antrag.

Die Europäische Staatsanwaltschaft hatte im vergangenen Herbst beantragt, Nieblers Immunität aufzuheben. Gegen die langjährige Europaabgeordnete laufen Vorermittlungen wegen möglicher Zweckentfremdung von Mitarbeitern. Niebler wird vorgeworfen, zwischen 2017 und 2025 vom EU-Parlament bezahlte Mitarbeiter teilweise für private Aufgaben eingesetzt zu haben. Zudem soll ein Mitarbeiter ausschliesslich für einen früheren CSU-Europaabgeordneten gearbeitet haben.

RONALD WITTEK / KEYSTONE
Abstimmung im Europäischen Parlament in Straßburg (Symbolbild)
RONALD WITTEK / KEYSTONE

Niebler wies die Vorwürfe zurück. Über eine Kanzlei kündigte sie an, sich rechtliche Schritte gegen Medienberichte vorzubehalten. Die Vorwürfe stammen von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die zwischen 2021 und 2023 für die CSU-Politikerin tätig war. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Justizausschuss des Europaparlaments hatte sich bereits Anfang Mai gegen eine Aufhebung der Immunität ausgesprochen. Zur Begründung hiess es, die Beschwerden könnten politisch motiviert sein. Zudem gebe es einen «Mangel an Genauigkeit» bei den finanziellen Vorwürfen. Kritiker beanstandeten jedoch, dass der Ausschuss keine zusätzlichen Informationen bei der Staatsanwaltschaft eingeholt habe.

Der Grünen-Abgeordnete Daniel Freund kritisierte das Abstimmungsergebnis scharf. «Das ist ein fatales Signal», erklärte er. Bürger müssten sich an Recht und Gesetz halten, während Politiker möglicherweise Regeln verletzten und ohne Konsequenzen blieben. Freund forderte zudem besseren Schutz für Hinweisgeber, die Missstände öffentlich machten.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 02.06.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.