Dieter Bohlen erwägt offenbar ernsthaft, Deutschland den Rücken zu kehren und in die Schweiz auszuwandern. In einem Interview mit dem Finanz-Youtube-Kanal «Benu Solutions» äusserte der 71-jährige Musikproduzent deutliche Kritik an der Steuerpolitik seines Heimatlandes – und lobte zugleich die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Schweiz.
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«Die Leute in der Schweiz sind sehr freundlich und wohlgesonnen, und die Steuern dort sind vernünftig», erklärte Bohlen. Bereits Anfang Juni hatte er im Gespräch mit der Zeitung Blick durchblicken lassen, dass er sich einen Umzug an den Zürichsee gut vorstellen könne. «Es hat uns wahnsinnig gut gefallen», so der Poptitan über einen Aufenthalt in der Region.
Neben den Steuerbelastungen, die er in Deutschland als «fast 50 Prozent» bezeichnet, stört sich Bohlen besonders an der sogenannten Substanzsteuer. Diese erfasse Unternehmer selbst bei Verlusten, kritisierte er. «Ob du Einnahmen hast oder nicht, du wirst besteuert. Wenn man als Firma also einen Verlust macht, bestimmt trotzdem die Substanz deines Vermögens die Steuer.» Als Konsequenz sieht Bohlen eine Abwanderung zahlungskräftiger Leistungsträger: «Die reichsten Leute Deutschlands wohnen mittlerweile fast alle in der Schweiz.»
Auch die direkte Demokratie und die Neutralität des Alpenstaats gefallen ihm: «Die geben nicht ihr ganzes Geld für andere Länder aus, machen sie nicht.» Sollte sich die Steuerlast in Deutschland weiter erhöhen, werde dies laut Bohlen «zur Folge haben, dass alle Leistungsträger dieses Land verlassen.»
Als weitere Alternative nannte er Dubai, wo ihn besonders die Sicherheit beeindrucke. «Ich habe einmal ein Handy einen ganzen Tag auf der Liege vergessen. Am nächsten Tag war es immer noch da.»
Das Vermögen des früheren Modern-Talking-Sängers wird auf über 100 Millionen Franken geschätzt. «Von meinen Tantiemen und Gema-Einnahmen könnte meine Familie leben – noch bis zu 75 Jahre nach meinem Tod», sagte Bohlen der Bild-Zeitung.